Bryan Adams kommt mit neuem Album “Get Up” live nach Wien

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Neues Album von Bryan Adams im Oktober.
Neues Album von Bryan Adams im Oktober. - © Hendrik Schmidt/dpa
Fans haben lange darauf gewartet, nun legt er endlich nach: Bryan Adams präsentiert sein neues Werk, das Album “Get Up”. Was uns darauf erwartet, verriet der Kanadier im Interview. Damit wird auch gleich getourt, ein Konzerttermin in Wien ist ebenfalls eingeplant.

Das neue Bryan Adams-Album “Get Up” erscheint am 16. Oktober 2015 bei Universal Music. “In den alten Tagen haben wir zehn Songs geschrieben und das war dann das Album. Wir haben es diesmal wie damals gemacht”, sagte Adams.

Es gibt zwei Produzenten auf dieser Welt, mit denen er unbedingt gemeinsame Sachen machen wollte, erzählte Adams in Interview mit der Austria Presse Agentur. “Der eine ist Mutt Lange, der andere Jeff Lynne.” Ersterer half dem Sänger und Gitarristen mit dem Album “Waking Up The Neighbours” 1991 auf kommerzielle Sprünge, der Tonträger verkaufte sich mehr als zehn Millionen Mal. Nun war die Zeit gekommen, den Mann heranzuziehen, dem schon Kapazunder wie George Harrison, Bob Dylan und Tom Petty vertrauten.

Erster Streich: “You Belong To Me”

“Eigentlich wollten wir nur einen Song machen, an ein ganzes Album dachten wir zunächst gar nicht”, erzählte Adams. “You Belong To Me” war das erste Ergebnis der Kooperation. “Kaum war das Lied fertig, fragten wir uns: ‘Ok, können wir noch einen machen?’ Und dann noch einen. Wir haben zueinander gefunden”, schmunzelte der 55-Jährige. “You Belong To Me” landete am Beginn von “Get Up” (Universal) und ist durchtränkt vom typischen Lynne-Sound. “Ich mag den, der ist großartig.”

Der Opener geht klar in Richtung R’n’B der alten Schule, durchzogen von einer Rockabilly-Gitarre. Hat Adams den guten alten Rock and Roll im Blut? “Dessen kann man sich sicher sein! ‘You Belong To Me’ klingt wie ein Buddy-Holly-Song oder so.” Auffällig viele Lieder auf “Get Up” haben eine Spielzeit von weniger als drei Minuten, manche dauern gar nur gute zweieinhalb Minuten – auch eine Reminiszenz an die 50er und 60er? “Das ist passiert”, meinte Adams. “Nachdem das erste Lied komponiert war, haben wir in diesem Spirit weitergemacht. Das hat den Ton der LP vorgegeben.”

Balladen und Mitsing-Rock

Nicht alles trägt die eindeutige Handschrift von Lynne, auch die Adam’schen Schmalzballaden und die geradlinigen Rocker zum Mitgrölen gibt es. “Go Down Rocking” ist ein Beispiel für letzteres. “Ja, der Song ist typisch ich”, sagte der Popstar. “Und er steht für die Rückkehr zur Form bei der Zusammenarbeit zwischen Jim Vallance und mir.” Mit Vallance schrieb Adams bis zu Beginn der 90er Hits wie “Summer Of 69” und “Heaven”, seit einiger Zeit versucht man wieder, gemeinsam daran anzuschließen.

Könnte man “Go Down Rocking” als Lebensmotto von Bryan Adams auffassen? “Das kann man sagen!”, antworte dieser. Das Lied sei aber auch eine Ansage an seine Plattenfirma. “Ich habe es geschrieben, nachdem man mich gebeten hat, ein Coveralbum aufzunehmen. Ich wollte das nicht wirklich machen, aber ok. Dieses Lied war als witziger Kommentar gedacht, so nach der Art: Wenn ich untergehe, dann rockend! Eigentlich kann mir niemand vorschreiben, was ich tun oder spielen soll. Es gibt ein paar solcher Botschaften an die Plattenfirma auf der Platte.”

Bryan Adams: “Man brauch eine dicke Haut”

Mit Journalisten geht der Kanadier milder um. “Wenn man in diesem Geschäft ist, braucht man eine dicke Haut. Man muss Gelassenheit üben, den Kritikern zugestehen, dass sie schreiben dürfen, was sie wollen”, betonte er. Ob er im veränderten Showbiz noch einmal von vorne anfangen würde wollen? “Nein, nicht wirklich. Aber ganz ehrlich: Wenn ich ein Newcomer wäre, würde ich nichts anders machen. Songs schreiben, auf Tour gehen – und das ist es.”

“Get Up!”-Tour: Konzert in Wien

“Get Up!” fordert Adams – sSelbst geht er mit gutem Beispiel voran und nutzt die 13. Platte seiner Karriere für eine ausgedehnte Welttournee. Am 31. Mai macht Adams damit auch in der Wiener Stadthalle Station. Der Vorverkauf für das Konzert startet am 23. Oktober.

(Wolfgang Hauptmann/APA)

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