Britische Wirtschaft kühlt sich im dritten Quartal etwas ab

In Großbritannien hat die Privatwirtschaft im abgelaufenen dritten Quartal an Dynamik eingebüßt. Das ergab eine am Sonntag veröffentlichte Umfrage des Industrieverbandes CBI. Demnach sank der Indikator für die Geschäftstätigkeit von produzierendem Gewerbe, Einzelhändlern und Dienstleistern im Zeitraum von Juli bis September auf plus elf Punkte.

In den drei Monaten bis August hatte der Wert noch bei plus 14 Zählern gelegen. Zugleich allerdings hellten sich Aussichten etwas auf. Das Barometer der Geschäftserwartungen für die kommenden drei Monate stieg um zwei Punkte auf plus 18.

Im zweiten Quartal war die britische Wirtschaft mit 0,3 Prozent so langsam gewachsen wie seit 2013 nicht mehr, wie das Statistikamt vergangene Woche mitgeteilt hatte. Die lange Zeit boomende Konjunktur wurde durch das Votum für einen EU-Austritt beim Referendum im vergangenen Jahr zurückgeworfen.

Die Landeswährung Pfund wertete deutlich ab, was Importe verteuerte, die Inflation nach oben treibt und damit die Kaufkraft der Verbraucher belastet. In Großbritannien zeichnet sich derzeit eine Leitzinserhöhung ab. Die meisten Experten erwarten, dass die Bank von England diesen Schritt am 2. November machen wird.

(APA/ag.)

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