Brasilien beruhigt Importländer nach Fleischskandal

Brasiliens Regierung sieht im Skandal um Gammelfleisch keine größere Gefahr für die knapp 160 Importländer von Fleisch aus dem südamerikanischen Land. Von 4837 Produktionsstätten stünden nach den bisherigen Ermittlungen 21 unter Verdacht, in illegale Praktiken verwickelt zu sein. Von diesen hätten aber lediglich sechs in den vergangenen 60 Tagen Fleisch exportiert, teilte die Regierung am Sonntagabend (Ortszeit) in Brasilia mit.

Wie in den vergangenen Tagen bekannt wurde, soll vergammeltes Fleisch mit chemischen Mitteln wieder ansehnlich gemacht und zurück in den Verkauf gebracht worden sein. Bei Razzien wurde mit Salmonellen belastetes Fleisch gefunden. 20 Verdächtigte wurden festgenommen, gegen 33 Beschäftigte wird ermittelt. Die Regierung betonte, alle Produktionsstätten stünden ausländischen Inspektoren offen. Auch für Verbraucher im Inland wurde ein erhöhtes Gesundheitsrisiko bestritten.

Brasilien ist der größte Fleischexporteur der Welt und liefert unter anderem nach Europa, in die USA und nach China große Mengen. Präsident Michel Temer berief mehrere Krisensitzungen ein und traf sich mit den Botschaftern aus wichtigen Empfängerländern.

(APA/dpa)

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