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Brandstifter-Trio aus Wien-Favoriten nach 30 Bränden vor Gericht

Ein Brandstifter-Trio trieb monatelang sein Unwesen in Wien Ein Brandstifter-Trio trieb monatelang sein Unwesen in Wien - © Bilderbox (Sujet)
Am Donnerstag mussten sich ein 42-jähriger Mann und zwei 20-Jährige vor dem Wiener Straflandesgericht verantworten. Die mutmaßlichen Brandstifter sollen in 30 Fällen Feuer gelegt haben und 50.000 Euro Sachschaden verursacht haben. Die drei wurden dafür rechtskräftig zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

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Wegen Brandstiftung, schwerer Sachbeschädigung und zahlreicher Einbruchsdiebstähle wurden die drei mutmaßlichen Brandstifter in Wien rechtskräftig zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt. Der Mann und seine beiden jungen Freunde hatten im vergangenen Herbst in der Bundeshauptstadt als “Feuerteufel” für Unruhe gesorgt, indem sie hauptsächlich im zehnten Wiener Gemeindebezirk Abfallcontainer, abgestellte Motorräder und Pkw und Plakatwände anzündeten.

Brandstifter nicht in allen Fällen eindeutig schuldig

30 Brände umfasste die umfangreiche Anklageschrift, wobei nur ein kleiner Teil der von dem Trio verursachten Schäden inkriminiert war. Wie Richter Daniel Rechenmacher erklärte, hatte allein die MA 48 ursprünglich 78 in Mitleidenschaft genommene Objekte gemeldet, die auf Betreiben der Angeklagten in Flammen aufgegangen sein sollen. Davon wurden lediglich fünf Fakten vor Gericht behandelt, da in den anderen Fällen die Staatsanwaltschaft die Beweislage für nicht ausreichend hielt, um den Verdächtigen die Täterschaft nachweisen zu können.

Der 42-Jährige hatte die Burschen in seiner Wohnung in Wien-Favoriten aufgenommen: Der eine hatte weder eine Bleibe noch einen Job, der andere war von zu Hause ausgerissen, weil er von seinem Vater geschlagen worden war. Der laut psychiatrischem Gutachten intellektuell minderbegabte Erwachsene, der angeblich in seinem Wohnhaus bereits als Zündler bekannt war, griff eines Tages vor den Augen seiner jugendlichen Freunde zum Feuerzeug.

42-jähriger Feuerteufel zeigte, wie es geht

“Er hat uns gezeigt, wie man Mistkübel anzündet. Anfangs dachte ich, das soll er selber machen. Und dann hab’ ich mitgemacht”, erklärte einer der Burschen. Die Frage nach dem Warum beantwortete der Brandstifter mit: “Wenn ich anzünde, sind die Aggressionen rausgegangen aus mir.”

Vorwiegend in der Umgebung, in der der 42-Jährige lebte, hatten die umfassend geständigen Brandstifter Feuer gelegt. Einmal brannte in einem Haus ein Windfang, der – hätte sich eine Feuersbrunst entwickelt – den Bewohnern den Fluchtweg versperrt hätte. Bei zwei Bränden in der Quellenstraße im Dezember erlitten insgesamt acht Personen Rauchgasvergiftungen. Ein Bewohner sprang durch ein Fenster in seiner im Erdgeschoß gelegenen Wohnung und brachte sich so in Sicherheit.

Den Ausführungen eines Brandsachverständigen zufolge war es zu Glück in keinem Fall zu einer Feuersbrunst gekommen. Der Sachschaden war mit deutlich mehr als 50.000 Euro allerdings beträchtlich.

Der 42-Jährige erhielt vier Jahre unbedingte Haft. Seine beiden Brandstifter-Komplizen kamen mit jeweils drei Jahren, davon zwölf Monate unbedingt, davon.

(apa/red)



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