Botulismus-Fall in Wien: Zustand des einen Patienten weiterhin ernst

Einer der Patienten hat das Spital bereits verlassen.
Einer der Patienten hat das Spital bereits verlassen. - © APA
Zwei Personen in Wien haben eine schwere bakterielle Vergiftung erlitten. Während einer der Patienten das Spital bereits wieder verlassen konnte, ist der Zustand des zweiten Botulismus-Erkrankten weiterhin ernst.

Einer von zwei Botulismus-Patienten, die in ein Wiener Spital eingeliefert wurden, befindet sich nach wie vor in einem ernsten Zustand und wird künstlich beatmet. Das sagte der Sprecher des Krankenanstaltenverbundes (KAV), Christoph Mierau, am Freitag der APA. Der zweite Patient wurde den Angaben zufolge auf eigenen Wunsch entlassen und wird zu Hause behandelt. Beide stehen in einem Naheverhältnis zueinander, weitere Angaben zu den Betroffenen machte der KAV-Sprecher nicht.

Infos über Botulismus

Bei Botulismus handelt es sich um eine durch das Bakterium Clostridium botulinum verursachte Vergiftung mit Neurotoxinen. Sie schädigen das Nervengewebe und verursachen sogenannte schlaffe Lähmungen. Nach zwölf bis 36 Stunden treten Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung auf, in der Folge Sehstörungen, Schluckstörungen sowie eine schnell fortschreitende Lähmung, die auch die Atemmuskulatur betrifft.

20 Erkrankungsfälle in Österreich

Seit dem Jahr 2000 sind laut AGES, der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, in Österreich 20 Erkrankungsfälle gemeldet worden. Zurückzuführen sind Vergiftungen in der Regel auf verdorbene Lebensmittel, die Keime, Sporen oder Toxine von Clostridium botulinum enthalten. (APA)

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