Boston Red Sox: Betrug via Smart-Watch

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Die Boston Red Sox sollen mithilfe einer Smart-Watch betrogen haben. - © APAP/AFP

Derzeit stehen die Boston Red Sox in der US-Profiliga MLB stark unter Beschuss. Der Assistenztrainer der Baseball-Mannschaft soll mithilfe seiner Smart-Watch und deren Live-Übertragung den Gegner ausspioniert und somit betrogen haben.

Ein (fast) perfektes Baseball-Verbrechen

Wie blick.ch berichtete steht die nordamerikanische Baseball-Profiliga MLB steht vor einem Spionage-Skandal. Die Handzeichen zwischen dem gegnerischen Pitcher und Catcher sollen ausgelesen und anschließend an den Schlagmann weitergegeben worden sein.

Beim Baseball zeigt der Catcher mit den Fingern den gewünschten Wurf an, der Pitcher bejaht oder lehnt mit Kopfschütteln ab. Dieser Handzeichen-Dialog ist normalerweise für den gegnerischen Batter (=Schlagmann) unsichtbar. Wäre es dem Batter möglich diesen Austausch zu sehen, könnte er den nächsten Wurf erahnen. Dies würde dem Gegner einen Vorteil verschaffen.

Ein Regelverstoß mit Folgen

Die Red Sox, welche auf Play-off-Kurs liegen und schon seit rund 100 Jahren in Rivalität zu den New York Yankees stehen, sollen nicht zum ersten Mal auf diese dreiste Art betrogen haben. Schon in mehreren Spielen gegen die New York Yankees und weitere Kontrahenten haben sie sich angeblich so einen Vorteil verschafft.

Der General Manager der Yankees, Brian Cashman, hat nun Beschwerde bei der Behörde der MLB eingereicht. Der Regelverstoß besteht laut Liga-Boss Rob Manfred darin, dass elektronische Hilfsmittel auf der Bank verwendet wurden. Der Fall wird aktuell untersucht, die Strafe für eine solches Vergehen ist noch unklar.

(Red.)