Boot kenterte in Sturm vor Rimini: Vier Tote

Bei einem Bootsunglück vor der Adria-Stadt Rimini sind vier Menschen gestorben und zwei weitere schwer verletzt worden. Das Segelboot war am Dienstagnachmittag bei schlechtem Wetter gegen Felsen am Eingang eines Kanals unweit des Hafens geprallt. Dabei kam eine Person sofort ums Leben, drei zunächst Vermisste wurden die ganze Nacht lang gesucht und am Mittwochvormittag tot geborgen.

Zwei weitere Menschen, die sich an Bord befunden hatten, haben sich retten können. Sie wurden schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert, berichtete die Küstenwache. Ihr Zustand sei kritisch, hieß es. Das Segelboot soll wegen einer hohen Welle eine halbe Seemeile vor der Küste umgekippt sein. An Bord befanden sich sechs Italiener aus der Nähe von Verona, darunter ein 65-Jähriger mit seiner Tochter und deren Freund.

Die Strömung riss das Schiff bis zu den Felsen. Bei der Küstenwache Riminis traf der Hilfeanruf gegen 16.45 Uhr ein. Zeugen hatten das rund zwölf Meter lange Segelboot gesichtet, als es in die Gefahrenzone geriet.

Vermutlich hatten die Segler versucht, in den Hafen Riminis zu gelangen, um vor den hohen Wellen Schutz zu suchen. Sie waren von Marina di Ravenna in Richtung Sizilien aufgebrochen. Nahe Rimini soll das Boot dann einen Motorschaden gehabt haben. Wegen des Unwetters war es offenbar nicht möglich, die Segel zu nutzen.

Durch den starken Wind mit bis zu 90 km/h erreichten die Wellen zum Unglückszeitpunkt mehrere Meter Höhe, was den Einsatz der Küstenwache erschwerte. Zwei Hubschrauber halfen bei der Suchaktion mit.

(APA)

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