Bombenexperte von Al Kaida getötet

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Bombenexperte von Al Kaida getötet
Beim US-Luftangriff auf ein pakistanisches Dorf vergangene Woche ist Vertretern des pakistanischen Geheimdienstes zufolge der Chemiewaffen-Experte und Chef-Bombenhersteller der Al Kaida getötet worden.

Neben Midhat Murzi sei auch ein Schwiegersohn des zweithöchsten Mitglieds der radikalen Moslemgruppe, Ayman al-Zawahiri, gestorben, hieß es am Donnerstag aus den Kreisen. Al Zawahiri soll der Luftangriff auf Ziele in dem Dorf Damadola gegolten haben. Laut pakistanischen Behörden befand er sich aber gar nicht in der Region. Ein drittes führendes Al-Kaida-Mitglied, das die Aktivitäten in der östlichen afghanischen Provinz Kunar geleitet habe, sei ebenfalls getötet und identifiziert worden. Die Leichen der Männer müssten allerdings noch entdeckt werden, berichteten die Geheimdienst-Vertreter weiter.

Zuvor hatte der Sender ABC News auf seiner Internet-Seite unter Berufung auf pakistanische Kreise berichtet, dass unter den 18 Toten Midhat Murzi gewesen sei. „Pakistanische Behörden sagen ABC News, dass sie eine Bestätigung haben, dass Murzi auf der Gästeliste für das spätnächtliche Treffen stand“, hieß es. Wieso die Behörden von dem Tod Murzis ausgingen, wurde nicht gesagt.

Auf den 52-Jährigen haben die USA eine Belohnung von fünf Millionen Dollar ausgesetzt. Al Zawahiri selbst habe seine Teilnahme an dem Treffen kurzfristig abgesagt. Anti-Terror-Behörden der USA bestätigten den Bericht nicht. Sie bestätigten jedoch, dass Murzi für die Ausbildung mit Sprengstoffen und Giften in dem afghanischen Al-Kaida-Lager Derunta zuständig war. „Wenn diese Person nicht mehr da ist, ist das bedeutend“, hieß es in den US-Kreisen.

Der Luftangriff während eines Al-Kaida-Treffens in dem Dorf, bei dem auch 18 Zivilisten – darunter Kinder – getötet wurden, belastet derzeit die Beziehungen der USA zu ihrem wichtigen Verbündeten. Aus Protest gegen den Angriff waren am Wochenende tausende Menschen in Pakistan auf die Straße gegangen; die Regierung in Islamabad legte Protest gegen den Militäreinsatz ein.

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