Brasilien gilt als Hoffnungsmarkt in der Autoindustrie, auch wenn dort zuletzt mit weniger Wachstum gerechnet wurde und der Markt für teure Oberklasse-Fahrzeuge noch klein ist. Ein Sprecher von BMW lehnte eine Stellungnahme ab. Ein hochrangiger Manager werde in der neuen Woche die Regierung über die Pläne für den Fabrikneubau informieren, hieß es lediglich.
Die brasilianische Regierung hatte erst kürzlich die geänderten Vorgaben für ausländische Unternehmen, etwa zum Anteil der lokalen Fertigung, vorgelegt. Nach langem Ringen entschied sich BMW daraufhin zum Bau eines neuen Werks in dem südamerikanischen Land. Während der Verhandlungen mit der Regierung hatte der Münchner Konzern deutlich gemacht, dass man nur dann in eine Fabrik investieren werden, wenn man ordentlich Geld verdienen könne. Zwischendurch wurde sogar gemunkelt, BMW könne statt in Brasilien in Mexiko ein neues Werk errichten – wie der Oberklasse-Rivale Audi.