Billigflieger will bis zu 70.000 Briten nach Wien bringen

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Billigflieger will bis zu 70.000 Briten nach Wien bringen

Der englische Billigflieger easyJet nimmt die Route Wien-London auf und will bis zu 70.000 Briten nach Österreich einfliegen. Wien-Tourismus-Chef rechnet mit einer steigenden Anzahl von britischen Städte-Reisenden.

Österreich rückt für britische Touristen noch ein Stück näher: Der englische Billigflieger easyJet hat heute, Dienstag, seine täglichen Flüge zwischen den Metropolen Wien und London Luton aufgenommen. Die Fluglinie strebt auf der Strecke einen Marktanteil von 10 Prozent an. Bisher haben von den großen Carriern nur Austrian Airlines (AUA) und British Airways (BA) die Strecke Wien-London bedient.

Die AUA und die British Airways hätten es sich auf der Route Wien-London beim Preis „gemütlich eingerichtet“, sagte easyJet-Pressesprecher Oliver Aust am Dienstag vor Journalisten in Wien. Mit easyJet als zusätzlichem Konkurrenten werde der Wettbewerb belebt werden. Der Billigflieger bietet die Route in eine Richtung inklusive Steuern und Gebühren ab knapp 34 Euro an.

Mit der Streckenaufnahme des Billigfliegers rechnen sowohl easyJet als auch der Wiener Flughafen mit einer Zunahme britischer Touristen. Billigflieger würden das Reisegeschäft ankurbeln und nicht über reine Marktverdrängung funktionieren, zeigten sich Aust und auch Friedrich Lehr, Leiter des Aviationbereichs der Flughafen Wien AG überzeugt. Von der Belebung würden selbst traditionelle Airlines profitieren. Auch sie legen auf Routen, die von Billigfliegern frequentiert werden, zu, so Lehr.

Wien-Tourismus-Chef Norbert Kettner rechnet mit einer steigenden Anzahl von britischen Städte-Reisenden. Im Vorjahr gingen rund rund 404.000 Nächtigungen in Wien auf das Konto britischer Urlauber, die verbuchten Nächtigungsumsätze durch die Inselbewohner lagen bei 20,5 Mio. Euro.

Rund 100.000 Passagiere will easyJet in den nächsten zwölf Monaten von und nach Wien bringen, davon sollen allein 65.000 bis 70.000 Reisende von der britischen Insel eingeflogen werden. Gemeinsam mit Innsbruck – im Winterflugplan 2007/08 – soll die Fluggastzahl auf geschätzte 125.000 steigen. Mit der kürzlichen Übernahme des lokalen britischen Konkurrenten GB Airways, werde sich die Zahl sogar noch steigern, glaubt Aust. Auch GB Airways hat Österreich im Winter im Programm.

easyJet ist nach der Air France/KLM, Lufthansa/Swiss und dem großen Konkurrenten am Billigfliegermarkt, Ryanair, die viertgrößte Fluglinie Europas.

Die wichtigsten Billigflieger von und nach Wien sind – gemessen an ihrem Passagieranteil – Air Berlin, gemeinsam mit dem Flugpartner Niki, vor SkyEurope und Germanwings. Der Wiener Flughafen habe durch die wachsende Zahl an Billigfliegern in den vergangenen neun Monaten um 9,4 Prozent auf über 14 Millionen zugelegt, europaweit liege das Passagierwachstum der Flughäfen bei 5,9 Prozent, betonte Lehr.

Von Jänner bis September haben Low-Cost-Airlines 2,45 Millionen Fluggäste von und nach Wien befördert, die 3-Millionen-Marke rückt damit mit Jahresende in greifbare Nähe. Der Anteil der Billigflieger am gesamten Passagieraufkommen liegt nach Angaben des Flughafens bereits bei 17,4 Prozent.

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