Bill Gates fand in Wien wenig Zustimmung

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Bill Gates fand in Wien wenig Zustimmung
Aufforderung zu Standing Ovations nach Gates-Rede kamen nur vereinzelte Besucher nach – Software und Vernetzung von IT-Infrastruktur als „Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg“.

Der Gründer des weltgrößten Softwarekonzerns Microsoft, Bill Gates, hat am Mittwoch bei seinem vierten Wien-Besuch im Rahmen des Technologieberatertreffens com.sult referiert. Dabei bezeichnete der reichste Mann der Welt Software und die Vernetzung von IT-Infrastruktur als den „Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg“.

„Wir befinden uns in einer Dekade, in der die Software mehr als je zuvor Geschäftsprozesse grundlegend verändern wird“, erklärte Gates. Neue Technologien würden in bisher nicht gekannten Ausmaß neue Produktionsmöglichkeiten und somit Arbeitsplätze schaffen. Durch die Automatisierung würde Software genau jene Bereiche rationalisieren, wo es nach wie vor steigende Kosten gäbe: Beim Personal und bei der Organisation.

Gates fand nur wenig Zustimmung

Nach der Rede des Microsoft-Gründers kam es zu einem kleinen Hoppala. Als der Veranstalter des in der Industriellenvereinigung stattfindenden Technologieberatertreffens com.sult die Besucher zu Standing Ovations aufforderte, kamen dem nur zögerlich die Wirtschaftsprominenten in den ersten Reihen nach. Der Rest blieb sitzen oder verließ rasch den Saal. Die anschließende Podiumsdiskussion ohne Gates verfolgte dann auch nur noch ein stark reduziertes Publikum.

„So voll habe ich das Haus noch selten gesehen“, kommentierte heute Wirtschaftsminister Bartenstein den Riesenansturm zum Auftritt des Microsoft-Günders im Wiener Haus der Industrie am Schwarzenbergplatz. Gemeinsam mit Außenministerin und Präsidentschaftskandidatin Fererro-Waldner nutzte er den Gates-Besuch für ein kurzes Shakehands. Im Anschluss an die rund halbstündige Rede des reichsten Mannes der Welt kam es zu einem Treffen mit dem Wirtschaftsminister im Hotel Imperial.

Redaktion: Bernhard Degen

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