Bildungsreform: Opposition übt Kritik an Heinisch-Hosek

Opposition kritisiert Heinisch-Hosek
Opposition kritisiert Heinisch-Hosek - © APA/HELMUT FOHRINGER
Die Opposition hat am Samstag, den 27. November mit Kritik auf die Aussagen von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) zur Bildungsreform reagiert.

Die FPÖ bezeichnete ihren Optimismus als unbegründet, die Grünen orteten viel bildungspolitische Lyrik, wenig Substanz und keinen Mut. Das Team Stronach sprach von einem Kniefall vor den Interessen der Länder.

Kritik an Bildungsreform

“Die Reformpläne, die die Frau Minister in den letzten Wochen präsentiert hat, sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen. Wahrscheinlich gibt es kaum ein Ministerium, in dem vorgetäuschte Geschäftigkeit und die Effektivität weiter auseinanderklaffen, als im BMBF”, meinte etwa FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz in einer Aussendung. Das einzige, was die Abschaffung der Landesschulräte bewirkt habe, sei der Entzug von Kontrollrechten von Eltern und Lehrern.

“Akzeptable Vorschläge”

Auch der Grüne Harlad Walser zeigte sich unzufrieden. “Weder bei den Modellregionen zur Gemeinsamen Schule noch in Sachen Verwaltungsreform gibt es akzeptable Vorschläge.” Die Grünen seien aber gerne bereit, jetzt die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Zu den Gesamtschul-Modellregionen betonte er, dass es mit den Grünen kein Feilschen um Prozentpunkte innerhalb eines Bundeslandes geben werde. “Es muss möglich sein, dass ein ganzes Bundesland als Modellregion eingerichtet wird.”

“Privatschule für alle”

Für das Team Stronach forderte Klubobmann Robert Lugar erneut die “Privatschule für alle”, anstatt Kinder in Modellregionen zu “zwangsverpflichteten Versuchskaninchen” einer Gesamtschule verkommen zu lassen. Die Bildungsreform sei deshalb gescheitert, weil sich die Ministerin nicht gegen die “Landeshäuptlinge” durchsetzen habe können.

>> Kompromiss bei Bildungsreform gefunden

(APA)

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