Bilderschau als Persönlichkeitstest

&copy Bilderbox
© Bilderbox
Die Sterne lügen nicht, heißt es bei Friedrich Schiller; und Bilder auch nicht. Zumindest nicht bei Christine Kranz, Trainerin für Persönlichkeits- und Teamentwicklung.

Die Liechtensteinerin erfasst mit Hilfe von Rene Magritte, Frida Kahlo, Gustav Klimt und Co. den Menschen in seiner Gesamtsituation, damit es ihm gelinge, Stärken zu erkennen und Schwächen auszumerzen. Das von ihr entwickelte Konzept heißt Symbolon, basiert auf der Symbolsprache der Kunstwerke und hat wissenschaftliches Lob eingeheimst.

Spontane Reaktion

Was der Klient tun muss: Gemälde und Fotos betrachten und spontan, also aus dem Bauch heraus, Fragen beantworten. Welches der Kahlo-Selbstporträts er besonders sympathisch oder unsympathisch findet, wohin er seine Unterschrift in Magrittes „Fenster“ setzen würde, an welcher Stelle in Claude Lorrains Hafen er stehen, segeln oder schuften möchte.

Aus der Begründung der Antworten ergibt sich ein Dialog mit dem Symbolon-Berater, der dem Klienten helfen soll, sich selbst zu verstehen: an welcher Position er sich innerhalb eines Teams sieht, seine Sozialkompetenz, Kommunikationsfähigkeit und Motivation.

„Das Ergebnis ist keine Wertung, sondern eine Reflexion der persönlichen Stärken“, sagte Christine Kranz, Spezialistin mit Firmensitzen in Liechtenstein und Wien, der APA.

Der Vorteil der weltweit einzigartigen Methode besteht darin, dass die „Testaufgaben“ nicht durchschaubar sind und deshalb nicht manipuliert werden können.

Die symbolische Fragestellung biete einen „gar nicht bedeutsam genug einzuschätzenden Vorteil“, konstatierte der Psychologe Dr. Ludwig Pilsz von der Universität Innsbruck.

Keine Therapie

„Das Konzept ist keine Therapie“, betonte Kranz. „Wir wollen nicht verpsychologisieren, sondern einfach Unsichtbares sichtbar machen.“ Dementsprechend ist die Sache für jedermann verständlich, am Ende steht ein „Aha-Erlebnis“, das nach den Erfahrungen der Trainerin tendenziell bei Männern stärker ausfällt als bei Frauen – und besonders intensiv bei intellektuell hoch begabten Technikern, die in ihrem Beruf von Geschlechtsgenossen umgeben sind.

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen