Betrug und Geldwäsche: 56-Jähriger angezeigt, 37-Jähriger inhaftiert

In Niederösterreich konnte ein mutmaßlicher Betrüger und ein Geldwäscher ermittelt werden
In Niederösterreich konnte ein mutmaßlicher Betrüger und ein Geldwäscher ermittelt werden - © (APA/Sujet)
Ermittler der niederösterreichischen Landespolizei konnten einen 37 Jahre alten russischer Staatsbürger beim einem schweren gewerbsmäßigen Betrug abfangen. Auch der Betrogene wurde angezeigt, jedoch wegen Geldwäsche.

Der 37-Jährige, der sich seit 23.05. in Haft befindet, dürfte einem Autohaus-Geschäftsführer im Bezirk Wiener Neustadt gestohlene Fahrzeuge aus der Slowakei als “Pfand” ausgehändigt haben, um aus diesem Geld herauszulocken. Zudem schuldete der Russe dem 56-jährigen 300.000 Euro.

Die Betrugsmasche des 37-Jährigen

Wie die Landespolizeidirektion am Freitag ausführte, täuschte der Verdächtige vor, von einem anderen Geschäftspartner noch 500.000 Euro zu erwarten. Damit wolle er seine Verbindlichkeiten begleichen, versprach er dem Geschäftsführer. Zunächst brauche er aber noch Geld, um u.a. Notar- und Rechtsanwaltskosten sowie Grundstückshypotheken zu bezahlen.

Bank schöpfte bei zwei 500.000 Euro Aufträgen Verdacht

Die Ermittlungen kamen ins Rollen, als ein Geldinstitut einen Verdacht auf Geldwäsche meldete. Demnach soll der 56-Jährige per e-banking zwei SEPA-Lastschriftaufträge in der Höhe von je 500.000 Euro veranlasst haben. Die Beträge wurden vom Konto einer slowakischen Firma abgebucht und auf das Konto des Geschäftsführers gutgeschrieben. Nach einigen Stunden erfolgte aufgrund der Falscheingabe der Mandatsreferenz durch den 56-Jährigen die Rückbuchung auf das slowakische Konto. Die SEPA-Lastschriftaufträge seien laut Polizei gemeinsam mit dem russischen Staatsbürger durchgeführt worden, da der 56-Jährige gehofft habe, dadurch seine offenen Verbindlichkeiten zurück zu erhalten. Die Bankdaten der slowakischen und französischen Firmen habe er von dem 37-Jährigen erhalten.

56-Jähriger versuchte 25 Millionen abzubuchen

Außerdem soll der Geschäftsführer des Autohauses versucht haben, 25 Millionen Euro von einem französischen Firmenkonto abzubuchen und auf sein Konto gutzuschreiben. Die Bank nahm den Auftrag aber wegen der deutlichen Überschreitung der mit dem Kunden vereinbarten Höchstgrenze bei SEPA-Lastschriftaufträgen nicht an. Der 37-Jährige wurde in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert. Die Anzeige beider Männer erfolgte an die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt.

(APA/Red.)

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