Berufungsverhandlung im U-Boot-Prozess im September

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Madsen will die Länge seiner Strafe anfechten, nicht den Schuldspruch
Madsen will die Länge seiner Strafe anfechten, nicht den Schuldspruch - © APA (AFP)
Der spektakuläre Mordfall in einem dänischen U-Boot kommt im Herbst erneut vor Gericht. Die Berufungsverhandlung sei für den 5., 12. und 14. September angesetzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft Kopenhagen am Dienstag mit. Der zu lebenslanger Haft verurteilte Erfinder Peter Madsen will nur die Länge seiner Strafe und nicht den Schuldspruch an sich anfechten.

Das bedeute aber nicht, dass der 47-Jährige einen Mord zugebe, betonte seine Anwältin. Er habe lediglich nicht mehr genug Energie, dagegen anzukämpfen. Madsen hat stets geleugnet, die schwedische Journalistin Kim Wall an Bord seines U-Bootes vorsätzlich getötet zu haben. Er behauptete, die junge Frau sei durch einen tragischen Unfall ums Leben gekommen. Das Gericht stufte diese Erklärung als unglaubwürdig ein.

Eine lebenslange Freiheitsstrafe ist die Höchststrafe im dänischen Rechtssystem. Sie bedeutet im Durchschnitt rund 15 Jahre Gefängnis. Nach 12 Jahren kann eine Begnadigung beantragt werden. Nur wenige Gefangene bleiben tatsächlich bis zum Ende ihres Lebens hinter Gittern.

(APA/dpa)

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