Berliner Schwules Museum ruft 2018 “Jahr der Frauen” aus

Angesichts der anhaltenden Benachteiligung von Frauen hat das Schwule Museum in Berlin ein “Jahr der Frauen” ausgerufen. 2018 werde in Ausstellungen, Workshops, Vorträgen, Filmreihen und Aktionen die Feminismus-Frage neu aufgerollt, teilte das Museum am Freitag mit.

Zur Begründung hieß es, in der Welt von Lesben und Schwulen seien Posten und Privilegien, Ressourcen, Rederechte und Sichtbarkeit genauso ungerecht verteilt wie in der Mehrheitsgesellschaft. Auch das Museum selbst habe seit seiner Gründung vor allem von homosexuellen weißen Männern erzählt.

Mit dem “Jahr der Frauen” wolle sich das Haus unter anderem mit der eigenen Geschichte und Community auseinandersetzen, aber auch zu wirklicher Gleichberechtigung beitragen, so die Organisatoren. “Es ist der Versuch, der Utopie in einem Jahr näher zu kommen.”

Die Kampagne wird von der Berliner Kulturverwaltung gefördert. Den Auftakt macht die ganzjährige Filmreihe “Zwölf Monde”, die zu jedem Neumond ein wechselndes Programm feministischer Film- und Videoarbeiten bietet.

(APA/dpa)

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