Bereit mit Hamas zu verhandeln

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Bereit mit Hamas zu verhandeln
Früherer israelische Ministerpräsident Shimon Peres signalisiert Bereitschaft, nach den bevorstehenden palästinensischen Parlamentswahlen auch mit der radikalen islamischen Organisation Hamas zu verhandeln.

Bedingung sei allerdings, dass Hamas der Gewalt abschwöre, betonte der zur neuen Kadima-Partei von Premier Ariel Sharon übergewechselte ehemalige langjährige Vorsitzende der israelischen Arbeiterpartei in einem Radiointerview. „Wenn der Tiger eine Katze wird, dann ist er eben eine Katze und kein Tiger mehr“, sagte Peres über die Hamas.

Peres hatte am Mittwoch bei einem USA-Besuch neue Verhandlungen mit den Palästinensern über einen dauerhaften Friedensvertrag befürwortet. Auch Israels Präsident Moshe Katzav hatte in einem Radiointerview nicht ausgeschlossen, dass es eines Tages Verhandlungen zwischen Israel und der Hamas geben könnte.

Dazu müsse die Gruppe aber ihr Ziel der Vernichtung Israels aufgeben und ihre Waffen abgeben, hatte Katzav verlangt. In einer gemeinsamen Erklärung vom Donnerstag haben sich die regierende Fatah und die Hamas zur Zusammenarbeit nach den palästinensischen Wahlen am 25. Jänner bekannt. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier erklärte am Donnerstag in Kairo, er halte eine spätere Regierungsbeteiligung der Hamas grundsätzlich für möglich, wenn sie sich „als politische Kraft von der Gewalt verabschiedet“.

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