Über 300 Filme bei der Viennale 07

Über 300 Filme bei der Viennale 07
© VIENNALE 2007
Zum 45. Mal startet am 19. Oktober in der Wiener Innenstadt das größte internationale Filmfestival Österreichs mit über 300 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen.

Die diesjährige Viennale folgt im Wesentlichen der bewährten Festivalstruktur von Hauptprogramm, Tributes, und Specials sowie Retrospektive. Innerhalb dieser Schwerpunkte gibt es jedoch eine Reihe von Neuerungen und Besonderheiten.

Das Hauptprogramm, die Auswahl an aktuellen, abendfüllenden Spiel- und Dokumentarfilmen, umfasst in diesem Jahr rund 120 neue Arbeiten. Sämtliche davon sind österreichische Erstaufführungen, einige internationale Premieren oder Weltpremieren, darunter Monkey Warfare (Kanada), El hombre robado (Argentinien), Ma Wu Jia (China), Balaou (Portugal), The Last Lumberjacks (China) oder Thomas Harlan - Wandersplitter (Deutschland). Dazu kommen die Uraufführungen einer Reihe heimischer Produktionen wie Nur kein Mitleid (Peter Kern), Hermes Phettberg, Elender (Kurt Palm) oder Gibellina - Il terremoto (Joerg Burger). 

Wie schon in den letzten Jahren, widmet sich die Viennale auch heuer intensiv der Präsentation unbekannter Filmemacher, der Entdeckung neuer Talente und legt Augenmerk auf ein eigensinniges und unabhängiges Kino, für das Regisseure stehen wie Laura Dunn, Gonçalo Tocha, Matthew Porterfield, Tan Chui Mui, Khavn, Nicolas Prividera oder John Gianvito.

Aber auch einige große Namen bekannter Regisseure sind Teil des Viennale-Programms: Todd Haynes, Gus van Sant, Ang Lee, Paul Schrader, Joel und Ethan Coen oder George A. Romero.

Inhaltlicher Anspruch der Viennale ist die offene Programmierung, die Spannbreite und Unterschiedlichkeit der gezeigten Arbeiten, also gegen die Austauschbarkeit oder Zufälligkeit in der allgemeinen Konsumation zu arbeiten.

Ein ähnlich freies und gleichberechtigtes Nebeneinander innerhalb des Programms gilt für die verschiedenen filmischen Formen und Genres, für das dokumentarische Kino, das avantgardistische Kino, für einzelne historische Referenzen und filmische Querbezüge.

Die Viennale, die ihre Arbeit nie auf Eventcharakter und Starbetrieb ausgerichtet hat, freut sich in diesem Jahr so viele prominente und spannende Persönlichkeiten des Weltkinos als Gäste begrüßen zu können wie selten zuvor. Neben der großen amerikanischen Schauspielerin Jane Fonda, dem Ehrengast der Viennale, erwartet das Festival den Kameramann und zweifachen Oscarpreisträger Haskell Wexler, Schauspielerinnen und Schauspieler wie Sandrine Bonnaire, Guillaume Depardieu, Nina Hoss und Moritz Bleibtreu sowie eine Reihe außerordentlicher Regisseure, darunter Masahiro Kabayashi, Hal Hartley, Nicolas Klotz, Tom Kalin, Nicolas Philibert oder Todd Haynes. Nicht weniger wichtig für das Festival und das Kino insgesamt sind jene großen Autorenfilmer Peter Hutton, Heinz Emigholz, Su Friedrich, Harun Farocki, Jean-Claude Rousseau, Nina Menkes, Peter Nestler oder Thom Andersen, von denen viele seit Jahren fixe Besucher und Gäste der Viennale sind.

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