Before I Wake – Trailer und Kritik zum Film

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Before I Wake – Trailer und Kritik zum Film
In den vergangenen Jahren hat US-Regisseur Mike Flanagan (“Absentia”) gezeigt, dass man auch mit relativ wenig Geld und viel Fantasie durchaus effektvolle Horrorfilme drehen kann.

Für “Before I Wake – Fürchte seine Träume” stand ihm nun ein etwas größeres Budget zur Verfügung, das er gekonnt in einige wohldosierte Special Effects investierte.

Before I Wake – Die Handlung

Der Horror kommt leise und auf schleichenden Sohlen: Fantastisch erscheinen die vielen bunten Schmetterlinge, die wie aus dem Nichts auftauchen. Dann aber kehren die Toten aus dem Schattenreich zurück und ein schauriges Monster verschlingt Menschen. Was geht da vor sich? Ein Ehepaar (Kate Bosworth, Thomas Jane) nimmt einen kleinen Buben bei sich auf, nachdem der eigene Sohn infolge eines Unglücks starb. Cody (Jacob Tremblay) ist kein normaler Bub. Ständig kämpft er gegen den Schlaf an und versucht, sich künstlich wach zu halten. Und das hat seinen guten Grund.

Mit Codys Einzug eröffnet sich für Jessie und Mark urplötzlich eine traumhafte Welt: Wer lässt sich nicht davon verzaubern, wenn plötzlich ein bunter Schwarm von Schmetterlingen durch das Wohnzimmer fliegt. Erst langsam wird den beiden bewusst, dass diese direkt aus Codys Träumen in die Wirklichkeit geflattert sind. Und diese Traumgespinste sind sehr, sehr real. Cody träumt nicht nur von Schmetterlingen, der Bub wird auch von gruseligen Albträumen heimgesucht – und die sind mörderisch. Der Tod geht um.

Before I Wake – Die Kritik

Jacob Tremblay, der gerade mal zehn Jahre alt ist, ist ein riesiges Schauspieltalent. Berühmt wurde er mit dem klaustrophobischen Drama “Raum” (2015). In dem davor gedrehten Film “Before I Wake” ist nun der äußere Schrecken in seine Innenwelt verlagert worden. Aber so ganz kann er sein Können hier nicht zeigen: Mehr wie ein scheuer Traumwandler schleicht er durch die Gegend und hat kaum mehr zu sagen als “Es tut mir leid” – wenn mal wieder Blut geflossen ist und die Träume sich in Albträume verwandelt haben.

Gruselfilme sind immer auch ein großer Spaß mit Zitaten – und da hat Mike Flanagan einiges im Angebot: Ausgiebig bedient er sich bei Klassikern wie “Der Exzorzist” oder “Das Omen”. Auch “Shining”, “Die Mumie” oder “Harry Potter” finden ihren Widerhall. Dabei setzt Flanagan weniger auf knallige Effekte oder Blutorgien – er ist eher ein Vertreter des sich leise heranschleichenden Schreckens. Da schlagen unvermittelt Türen zu, knarrt der Boden und der Blick unters Bett ist immer mit Angst verbunden. Dabei hangelt sich der zuweilen verstörende Horrorfilm “Before I Wake”, in dem die Schockelemente stilsicher eingebaut sind, elegant an der Grenze zwischen noch schlafen und schon wach sein entlang, zwischen Traum und Wirklichkeit.

>> Alle Filmstartzeiten zu “Before I Wake”

(APA)

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