Beach-WM in Wien: Spieler haben mit Hitze zu kämpfen

Spieler bei der Beach Volleyball WM Wien haben derzeit mit den Temperaturen zu kämpfen.
Spieler bei der Beach Volleyball WM Wien haben derzeit mit den Temperaturen zu kämpfen. - © APA
Beach Volleyball-Stars, Schiedsrichter und Ballkinder haben derzeit mit den hohen Temperaturen bei der Beach Volleyball WM in Wien zu kämpfen.

Die gewohnte Vorbereitung auf die Matches muss ebenso adaptiert werden wie das Verhalten auf dem Platz. Unter der Hitze leiden aber nicht nur die Spieler.

“Es ist anstrengender als Ballkind oder Schiri als als Spieler”, meinte Clemens Doppler nach Ende der Gruppenphase. “Die müssen stehen, die müssen strammstehen. Die müssen ihren Job gut machen. Ich würde gerne jedes einzelne Kind umarmen, die machen einen Super-Job.” Sein Partner Alexander Horst kann da nur einstimmen: “Unmenschlich, was die leisten. Die müssen in der prallen Sonne stehen. Wir kennen die meisten der Ballkinder sogar persönlich.”

“Sind solche Temperaturen nicht gewohnt”

Die Akteure auf dem Court aber stehen in der Auslage, die Fans wollen mit gutem Sport bei der Beach Volleyball WM in Wien unterhalten werden. Gewisse Vorkehrungen sind für die Spieler da unumgänglich. “Es ist schwer für uns, wir sind solche Temperaturen nicht gewohnt. Viel Elektrolyte, viel Wasser”, sagte Moritz Pristauz, mit Martin Ermacora als Dritte aus der Gruppe gekommen. “Wir haben das Glück, dass wir bisher im Zweitagesrhythmus gespielt haben. Das ist wichtig für die Regeneration.”

Der 21-Jährige hat sich am Dienstag vor dem Gruppenfinale Sonnencreme mit sehr hohem Schutzfaktor geschmiert. “Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal einen 50er oben gehabt habe.” Ermacora empfand den Wind als angenehme Linderung, beim Sieg gegen ein indonesisches Duo machte sich der Substanzverlust dann aber doch bemerkbar. “Im zweiten Satz ist mir schon die Puste gegangen. Deswegen war der Jubel auch nicht so euphorisch.”

Beach Volleyball-Stars haben mit Hitze zu kämpfen

Der Höhepunkt der Hitzewelle ist für die zweite Wochenhälfte angesagt, das erleben zwei der drei österreichischen Damen-Teams nach ihrem Out nur noch von der Tribüne aus mit. Für Katharina Holzer waren die Strapazen jedenfalls Neuland, sie spielt sonst in der Halle. “Es war unglaublich – wirklich, wirklich anstrengend. Vor allem, wenn man immer vorrennen muss zum Block. Das zehrt sehr. Man schaut, dass man vor dem Spiel viel trinkt, beim Spiel ist es zu spät.”

Mehr trinken und stärker einschmieren hat auch Lena Plesiutschnig als Credo. “Es wird bei langen Ballwechseln mega-mega anstrengend”, erläuterte die Steirerin. Für ihre Partnerin ist schon beim Aufwärmen der Kopf einzuschalten. “Man muss echt gut haushalten”, verdeutlichte Cornelia Rimser. “Wenn es 35 Grad hat, muss man das minimieren, damit man nicht die ganze Power schon beim Aufwärmen verbraucht.”

Teresa Strauss, Partnerin Holzers, kann das nur unterschreiben. “Man bereitet sich ein bisschen anders vor. Man muss schon in der Früh schauen, dass man mega-viel trinkt, dass man das durchsteht”, betonte die 21-Jährige. “Das Aufwärmen gestaltet sich etwas kürzer, damit man Energie spart.” Schatten unmittelbar vor dem Match wäre vorteilhaft, ist aber kaum zu finden. Plesiutschnig: “Schattenseiten sind Mangelware, auch im Player’s-Bereich ist es sehr heiß.”

(APA/Red)

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