ÖBB: Neue S- Bahn-Garnituren für Wien

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Alles neu für die Wiener Schnellbahn?
Alles neu für die Wiener Schnellbahn? - © Pixelio (Adolf Riess)
Die ÖBB investieren 1 Mrd. Euro und kaufen bis zu 200 neue Regionaltriebwagen. Eingesetzt werden sollen sie vorwiegend als Ersatz für die in die Jahre gekommenen 20 Wiener S-Bahn-Garnituren.

Die österreichischen Bundesbahnen greifen tief in die Tasche und kaufen bis zu 200 Regionaltriebwagen von Siemens. Die Investitionssumme beläuft sich auf bis zu 1 Mrd. Euro, berichtet der “Kurier” (Dienstag-Ausgabe). Die Bahn kann die dreiteiligen Züge vom Typ Desiro ML bis 2015 bedarfsgerecht abrufen. Siemens wird die Züge, die 217 Sitzplätze in der zweiten Klasse bieten, nicht nur bauen, sondern auch warten.

Noch ist allerdings nicht sicher, ob die Bahn so viele neue Züge braucht. Der größere Teil davon soll die in die Jahre gekommenen 120 Wiener S-Bahn-Garnituren des Typs 4020 ersetzen. Den Rest brauchen die ÖBB für das geplante Engagement in Bayern: Im sogenannten “Werdenfelsnetz” haben sich die Österreicher für den Betrieb von rund 4,1 Millionen Zugkilometern jährlich von 2013 bis 2025 beworben.

Ausbau des Betriebs in Bayern

Mit dem neuen Rahmenvertrag in Händen interessieren sich die ÖBB noch für weitere Verkehrsleistungen, die die Bayern ausschreiben: “Wir werden uns das jetzt sehr genau anschauen”, heißt es aus dem Personenverkehr zur Zeitung. Besonders interessiere man sich für den Regionalverkehr auf der Verbindung München – Rosenheim – Salzburg und zwischen Kufstein und München. Die Ausschreibung für diese Linien verlangt fabrikneue, klimatisierte und behindertengerechte Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von zumindest 160 km/h – exakt das, was die ÖBB mit dem Desiro ML erwerben.

Ob die neuen Züge im Wiener Siemens-Werk oder in jenem im deutschen Krefeld gebaut werden, steht noch nicht fest. Das Werk in Wien ist allerdings Kompetenzzentrum für Straßen- und U-Bahnen, “schwere” Züge werden hier eher selten gebaut. Siemens baut in Krefeld bereits 305 Desiro ML für die Belgische Staatsbahn. Kosten: 1,4 Mrd. Euro.

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