Baustellensommer in Wien: Gürtel und Linzer Straße als Problembereiche

In Wien werden sechs Baustellen in Angriff genommen.
In Wien werden sechs Baustellen in Angriff genommen. - © APA (Sujet)
Der Baustellensommer in Wien startet: Insgesamt sechs Großprojekte wird die Stadt heuer in Angriff nehmen. Für Autofahrer wird es dann vor allem am Gürtel und auf der Linzer Straße einigermaßen ungemütlich werden, meinte Baustellenkoordinator Peter Lenz am Montag.

Wie das Magistrat bereits im Frühjahr angekündigt hatte, wickelt die Stadt heuer insgesamt 12.386 Baustellen ab – von groß angelegten Belagserneuerungen bis zu kleinsten Aufgrabungen. Von den 387 Vorhaben mit Auswirkungen auf den Verkehr werden im Juli und August knapp 50 angegangen. Im Sommer deshalb, weil dann 20 bis 30 Prozent weniger Pkw auf den Straßen unterwegs sind.

Gürtel und Linzer Straße als Herausforderung

“Wird alles glattgehen? Nein, das wäre unmöglich. Es wird da oder dort Ecken und Kanten geben”, zeigte sich Lenz realistisch. Als eine von zwei besonderen Herausforderungen nannte der Chefkoordinator den Wasserrohrtausch im Abschnitt Neubaugürtel und Hernalser Gürtel: “Hier gibt es keine wirkliche Umleitung.” Tagsüber wird hier einer von drei Fahrstreifen gesperrt, am Wochenende oder in den Nachtstunden können es auch zwei sein.

Das zweite Nadelöhr sieht Lenz auf der Linzer Straße. Dort müssen die Wiener Linien im Umfeld des Hanappi-Stadions neue Gleise verlegen. Deshalb kann die Straßenbahnlinie 49 im Juli und August zwischen Baumgarten und der Endstation Hütteldorf-Bujattigasse nicht fahren. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wird eingerichtet. Für Autos bleibt lediglich ein Fahrstreifen stadtauswärts geöffnet.

Weitere Baustellen in Wien

Ansonsten gibt es gröbere Arbeiten rund um das Krankenhauses Nord, den Hauptbahnhof und bei der Kreuzung Währinger Straße/Spitalgasse, die auch als Knotenpunkt diverser Straßenbahnlinien dient. Mit der Gürtelbrücke geht außerdem eine lästige Langzeitbaustelle ins Finale. Ende August wird die seit inzwischen drei Jahren laufende Instandsetzung endgültig abgeschlossen sein.

Nach den Schwierigkeiten auf der Westeinfahrt im Vorjahr arbeitet man nun nicht nur mit diversen involvierten Stellen – von ÖBB über Polizei bis Autofahrerclubs – zusammen, sondern will auch den Baufirmen genauer auf die Finger schauen. “Bei den großen Projekten haben wir mit den Unternehmen schon vorweg Gespräche geführt. Da bin ich sehr sicher, dass alles gut funktioniert”, sagte Lenz. Bei den kleineren Arbeiten werden Kontrollteams vor Ort sein. Hinweise aus der Bevölkerung will das Magistrat ebenfalls berücksichtigen. Hierfür gibt es eine Infoline – erreichbar unter 01/95559.

(APA/Red)

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen