“Battlefield 1” im Test: Grandioses Shooter-Spektakel im ersten Weltkrieg

Komischer Titel, schnell erklärt: Das neue "Battlefield 1" spielt im ersten Weltkrieg
Komischer Titel, schnell erklärt: Das neue "Battlefield 1" spielt im ersten Weltkrieg - © EA
Seit kurzem ist “Battlefield 1” erhältlich, welches zeitlich im ersten Weltkrieg angesiedelt ist. In der neuesten Version der “Battlefield”-Serie wird eine ausgesprochen spannende Kampagne und ein sehr gelungener Multiplayer präsentiert.

Zuerst waren viele doch sehr verwundert, dass EA nach “Battlefield 4” nun “Battlefield 1” präsentierte. Wenn man sich jedoch die Trailer ansieht oder das Spiel schon zuhause hat, wird einem einiges klar: “Battlefield 1” spielt zur Zeit des ersten Weltkrieges. Somit zieht EA nicht mit der Konkurrenz wie etwa “Call of Duty”, welche sich eher in Richtung Zukunft orientieren, gleich und dies findet offenbar bei vielen Shooter-Fans großen Anklang.

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“Battlefield 1”: Kriegsgeschichten im ersten Weltkrieg

Im Einzelspielermodus werden fünf “Kriegsgeschichten” und eine Einführung geboten, in jeder Geschichte spielt man einen anderen Charakter aus dem 1. Weltkrieg. Besonders an den Geschichten ist, dass man immer sieht, was nach der erzählten Handlung passiert. Zum Beispiel wird in einer Mission gezeigt, wie ein ehemaliger Soldat an seinem Schreibtisch sitzt und sich alte Fotos vom Krieg anschaut. Seine Tochter spricht in darauf an und fragt, was es mit den Fotos auf sich hat. Darauf folgt ein Rückblick in die Zeit als er noch mit seinen Kameraden in den Schützengräben liegt und gegen die Österreich-Ungarischen Truppen kämpft.

Außerdem haben die Entwickler großen Wert darauf gelegt, dass dem Spieler klar wird, dass man zu dieser Zeit nie wusste, ob es ein Morgen gibt. Mit Filmsequenzen wird deutlich gezeigt, dass dieser Krieg alles beenden sollte, jedoch rein gar nichts beendete. Gleich in der ersten Mission wird dies sehr gut dargestellt: Bis auf jeweils einen Soldaten der jeweiligen Seite konnte bei diesem Gefecht keiner überleben, diese visierten sich noch mit zitternden Händen an und senkten schlussendlich die Gewehrläufe.

Durch diese stimmigen Erzählungen wird “Battlefield 1” fast wie zu einem Film. Jedoch muss gesagt werden, dass es für Fans von Einzelspieler-Kampagnen sicher mehr Missionen hätten sein dürfen. Wenn man so richtig in das Spiel hinein gefunden hat und sich mit dem zeitgenössischen Waffenarsenal langsam zurecht gefunden hat, gibt es nicht mehr viele Missionen bis zum Ende. Wie so oft dient die Kampagne also eher als Einführung für den Multiplayermodus.

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Großer Spaß auf großen Maps: Der “Battlefield 1”-Multiplayer

“Battlefield” war schon immer sehr auf Online-Schlachten fokussierte, dies zeigt sich auch im neusten Spiel. Die Maps sind den Herstellern sehr gut gelungen: Es wird eine abwechslungsreiche Welt geboten, bei dem sicher für jeden was dabei ist. Außerdem wurden die Wünsche von vielen Fans aufgenommen, denn die Karten passen sich nun den Spielereignissen an. Wird zum Beispiel mit einem Panzer auf ein Haus geschossen, so zerfällt dies auch an der Einschlagstelle. Die Entwickler von EA DICE haben aber darauf geachtet, dass die Häuser nicht mehr komplett einstürzen, so wie es etwa bei “Bad Company 2” der Fall war. Dies dient hauptsächlich dazu, dass das Gesamtbild der Map nicht komplett plattgemacht wird und natürlich auch, um Spielern weiterhin Deckungsmöglichkeiten zu offerieren.

Der Zusammenhalt der Fraktions-Spieler wird großgeschrieben, auf eigene Faust loszuziehen ist nun fataler denn je. Sinnvoller ist es hingegen, gemeinsam als Einheit an einem Punkt gegen seine Widersacher zu kämpfen. Mit seinem ungewöhnlichen Setting und den gewohnten Qualitäten bei der Präsentation sowie der Gestaltung des motivierenden Multiplayers kann “Battlefield 1” allen Shooter-Fans wärmstens ans Herz gelegt werden.

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(Red. / Lukas Morscher / Alle Bilder: EA)

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