Battle of Britain: Wales schafft es dank Nordirland-Eigentor ins EM-Viertelfinale

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Gareth McAuley (Nordirland, l. am Boden) nach dem Eigentor im Spiel gegen Wales
Gareth McAuley (Nordirland, l. am Boden) nach dem Eigentor im Spiel gegen Wales - © APA/AFP/MIGUEL MEDINA
Gleich bei seiner ersten Fußball-Europameisterschaft hat es Wales ins Viertelfinale geschafft – allerdings gelang dies dank einem Eigentor der Gegner aus Nordirland.


Die Waliser setzten sich am Samstag in Paris in einem von Taktik geprägten rein britischen Achtelfinale gegen Nordirland dank eines Eigentors von Gareth McAuley in der 75. Minute mit 1:0 (0:0) durch. Der Viertelfinal-Gegner wird am kommenden Freitag in Lille (21.00 Uhr) Belgien oder Ungarn heißen.

EM-Achtelfinale als wichtiges Etappenziel

Die beiden Teams hatten schon mit dem Erreichen des Achtelfinales ihr bestes Abschneiden bei einem Kontinentalturnier geschafft. Für den noch größeren Erfolg zeichnete nicht Superstar Gareth Bale verantwortlich, sondern sein 36-jähriger Namensvetter McAuley, der in der 75. Minute bei einem Abwehrversuch Pech hatte. Bale leistete aber immerhin die Vorarbeit zum entscheidenden Treffer. Aus eigener Kraft gab Wales nur einen Torschuss aus einem Freistoß ab.

Nordirland startete zielorientierter in die Partie als der etwas höher eingeschätzte Gegner. Stuart Dallas prüfte Torhüter Wayne Hennessey in der zehnten Minute erstmals mit einem Linksschuss. Wales kam nur schwer in die Gänge. Bei der besten Aktion in der ersten Hälfte traf Aaron Ramsey (19.) zwar aus nächster Nähe ins Tor, befand sich aber im Abseits, was auch dem englischen Schiedsrichter-Gespann um Martin Atkinson nicht entgangen war.

Gelbe Karte beim Spiel Nordirland vs. Wales

Hennessey durfte sich kurz darauf bei einem Schuss von Jamie Ward (22.) noch einmal auszeichnen. Beide Mannschaften gingen aggressiv ans Werk, spielerische Glanzlichter waren hingegen nicht zu bestaunen. Fast schon das Highlight aus der Sicht von Bale war, dass Gegenspieler Dallas in der 44. Minute nach einem Foul an dem Aushängeschild der Waliser die Gelbe Karte sah.

Am Bild der Partie änderte sich nach der Pause insofern etwas, als Wales etwas mehr Gefahr entwickelte. In der 53. Minute hatten die Fans schon den Torschrei auf den Lippen, doch Sam Vokes setzte seinen Kopfball nach einem weiten Flanke von Ramsey knapp neben das Tor. Bale (58.) scheiterte von seiner Lieblingsposition per Freistoß an Michael McGovern. Der kommende ÖFB-Gegner in der anstehenden WM-Qualifikation war öfter am Ball, es fehlte aber durchgehend an der zündenden Idee.

McAuley rutschte in 75. Minute unglücklich in den Ball

Eine Viertelstunde vor Schluss schlug Bale von links eine scharfe Flanke zur Mitte, wo McAuley das Leder beim Versuch zu Klären ins eigene Tor schickte. Die finale Offensive der Nordiren, die selbst nur drei Torschüsse verzeichneten, brachte nichts mehr ein. Die Waliser jubelten schließlich glücklich über den größten fußballerischen Erfolg der Verbandsgeschichte. Ihr Gegner wird am Sonntag (21.00 Uhr) ermittelt, wenn Ungarn und Belgien in Toulouse aufeinandertreffen.

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(apa/red)

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