Bassenagespräch mit Stadträtin Frauenberger

Ein Bassenatratsch der anderen Art.
Ein Bassenatratsch der anderen Art. - © Alexandra Kromus
Früher war der Bassenatratsch Gang und Gäbe. In dieser Tradition lud Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger zum Gespräch in den Reumannhof in Margareten.

Im Rahmen der “Initiative für ein besseres Zusammenleben” ging Dienstagabend im Margaretner Reumannhof das erste Bassenagespräch mit Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger über die Bühne. Im Vordergrund dieser neuen Initiative steht es, die Kommunikation mit den Wienern zu allen Fragen des Zusammenlebens zu verstärken, aber auch über Probleme zu diskutieren und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Neben der Aktion “Sei dabei” mit dazugehöriger Hotline, neuen dezentralen Anlaufstellen für die Bürgern und Deutschkursen für ältere Migranten sind die Bassenagespräche ein Herzstück dieser Initiative.

Klima der Angst keine Chance geben

Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger zur Stoßrichtung der Bassenagespräche: “Mir ist es ganz wichtig, im direkten Gespräch mit den Menschen zu hören, wo funktioniert es, welche Ideen gibt es, um das Zusammenleben zu verbessern, aber auch zu hören, wo gibt es Probleme und wo drückt die Menschen der Schuh. Ziel ist es jedenfalls, gemeinsam mit den Wienern rund um alle Fragen des Zusammenlebens und der Integration ins Gespräch zu kommen. Wir wollen die Menschen außerdem aktiv unterstützen, wenn es um die Lösung von Konflikten geht.” Denn nur, wenn die Menschen miteinander reden und Probleme auch ausstreiten, habe ein Klima der Angst keine Chance, unterstrich die Integrationsstadträtin.

Respektvoller Umgang miteinander

Dienstagabend mit dabei waren auch Experten verschiedener Magistratsabteilungen, der Polizei sowie der Gebietsbetreuungen. Die zahlreichen Teilnehmer am gestrigen Bassenagespräch nutzen die Gelegenheit jedenfalls, intensiv mit der Stadträtin über ihre Anliegen zu sprechen. Der Grundtenor des Bassenagesprächs im Reumannhof: Die zugewanderten Menschen sollen Deutsch können, jeder soll respektvoll mit dem anderen umgehen, auf das Ruhebedürfnis vor allem älterer Bewohner ist Rücksicht zu nehmen und die Hausordnung ist konsequent einzuhalten. Bei konkreten Problem- bzw. Konfliktsituationen einzelner Teilnehmer wurden gleich vor Ort Termine mit den anwesenden Experten vereinbart. Einig waren sich aber alle darin, dass das Zusammenleben im Bau im Grunde genommen funktioniert, “einige Querulanten, die Probleme machen, gibt es halt immer”, so die mehrheitliche Meinung. Für 2010 sind ab März sechs weitere Termine geplant.

Quelle: RKReumannhof, 1050 Wien, Austria

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