Banküberfall in der Wiener Innenstadt: Täter kurz nach Coup gefasst

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Für den mutmaßlichen Täter klickten eine Stunde nach dem Banküberfall die Handschellen_APA
Für den mutmaßlichen Täter klickten eine Stunde nach dem Banküberfall die Handschellen_APA - © APA (Sujet)
Am Freitagnachmittag kam es zu einem Überfall auf eine Raiffeisen-Bankfiliale in der Innenstadt. Der Täter flüchtete nach dem Banküberfall – doch die Polizei hatte raschen Erfolg bei der Fahndung. Bereits eine Stunde später klickten für den Mann die Handschellen.

Eine Raiffeisenbank in der Seilergasse war am Freitag um 13:30 Uhr Schauplatz eines Überfalls. Der Täter war ein unbekannter Mann, der nach der Tat mit seiner Beute flüchtete.

Eine Sofortfahndung der Polizei wurde nach dem Banküberfall eingeleitet. Über eine Tatwaffe und eine etwaige Maskierung war zunächst nichts bekannt. Laut ersten Informationen der Polizei gab es keine Verletzten.

Täter nach Banküberfall festgenommen

Doch die Flucht des Bankräubers war nur von kurzer Dauer: Bereits rund eine Stunde nach dem Coup wurde der Täter nach Zeugenhinweisen von der Polizei geschnappt. Die Festnahme erfolgte in der Nähe von Schönbrunn.

Wie Polizeisprecher Thomas Keiblinger gegenüber VIENNA.AT angab, war der Streifendienst der Beamten im Bereich der U4 nach der Tat verstärkt worden, in der Station Naschmarkt erging schließlich der entscheidende Hinweis, der zur Festnahme führte.

Details zum Innenstadt-Coup

Wie später am Freitag bekannt wurde, handelte es sich bei dem Täter, der die Bank-Filiale in der Seilergasse überfallen hatte, um einen 59-jährigen Mann. Begangen hatte er die Tat unter Zuhilfenahme einer Sprengstoffattrappe, mit der er von einem Bankangestellten Bargeld forderte und dieses auch ausgehändigt bekam. Danach flüchtete er zu Fuß.

Aufgrund der laut Keiblinger äußerst guten und genauen Täterbeschreibung war die Funkstreife in der Nähe von Schönbrunn auf den Mann aufmerksam geworden, die einrückende Verstärkung nahm den mutmaßlichen Täter dann ohne Gegenwehr fest.

Fahndung nach Mann mit Sprengstoffattrappe

Nach dem Überfall wurde umgehend eine Sofortfahndung eingeleitet. Ein aufmerksamer Passant gab gegenüber der Polizei an, den Mann in Richtung Karlsplatz flüchten gesehen zu haben. Daraufhin wurde die auf den 1. Bezirk konzentrierte Fahndung auf ganz Wien ausgeweitet, allen Funkstreifenbesatzungen eine Beschreibung des Täters übermittelt und an allen neuralgischen Punkten nach dem 59-Jährigen gesucht.

Der Verdächtige wurde bereits bei einem U-Bahn-Abgang gesichtet und vorher bei einer Baustelle im ersten Bezirk. Schließlich konnte er noch bis Schönbrunn fliehen, ehe dort eine Funkstreife den mutmaßlichen Täter identifizieren und Verstärkung anfordern konnte.

In Schönbrunn gefasst

Eine Funkstreifenbesatzung in Hiertzing machte dann die entscheidende Beobachtung: In der Nähe des Schlossparks Schönbrunn entdeckte sie einen Mann, auf den die Täterbeschreibung genau passte. Als der Beschuldigte von Mitarbeitern des Landeskriminalamtes Wien und Streifenpolizisten aus Hietzing überprüft wurde, war schnell klar, dass es sich um den gesuchten Bankräuber handelte.

Sowohl die in ihrer Höhe nicht näher genannte Beute, wie auch die Sprengstoffattrappe, die bei dem Banküberfall zum Einsatz gekommen war, konnten von der Exekutive bei dem 59-jährigen Mann sichergestellt werden. Er wurde festgenommen und später am Freitagabend von Mitarbeitern des Landeskriminalamtes Wien zu dem Banküberfall einvernommen.

(apa/red)

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