Bankräuber steckte mit Fluchtwagen im Stau fest: 55-Jähriger in NÖ verurteilt

Der Mann wurde zu dreieinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.
Der Mann wurde zu dreieinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. - © APA (Sujet)
Anfang Februar überfiel ein 55-Jähriger eine Bankfiliale in Klosterneuburg. Nur 15 Minuten nach der Tat wurde der Mann bereits festgenommen, da er mit seinem Fluchtwagen im Stau steckte. Am Donnerstag wurde er zu mehreren Jahren Haft rechtskräftig verurteilt.

Wegen eines Banküberfalls in Klosterneuburg ist ein 55-Jähriger am Donnerstag in Korneuburg vor Gericht gestanden. Er war wenige Minuten nach der Tat in der Katastralgemeinde Kierling am 5. Februar festgenommen worden, bekannte sich nun schuldig und wurde nach kurzer Verhandlung – rechtskräftig – zu dreieinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.

Nach Bankraub in NÖ geschnappt: Urteil steht fest

Seine finanzielle Misere unter anderem nach einem Privatkonkurs war Auslöser für die Tat. Laut dem Staatsanwalt hatte sich der Mann bereits zuvor ein, zwei Mal Geld wechseln lassen, um bei diesen Bankbesuchen die Gegebenheiten auszukundschaften.

An jenem Nachmittag betrat der 55-Jährige, bekleidet mit einer weißen Wollhaube, dunkler Sonnenbrille und einer Arbeitsjacke das Geldinstitut. Er ließ sich wieder Geld wechseln – in der Hoffnung, dabei in die Geldlade greifen zu können. Da ihm das nicht gelang, zog er ein Stanley-Messer aus seiner Jackentasche und forderte die Öffnung der Lade. Dann stopfte er darin befindliche Geldscheine – in Summe waren es 21.300 Euro – in die Jackentasche und flüchtete im Pkw Richtung Klosterneuburg.

Täter steckte mit Fluchtwagen im Stau fest: Festnahme

Das Messer warf er nach damaligen Polizeiangaben aus dem Fahrerfenster. Im Zuge einer Intensivfahndung, an der sich mehrere Streifen beteiligten, wurde der Verdächtige, der laut Polizei in einen Stau geraten war, angehalten. Die Beute wurde sichergestellt und die weggeworfene Tatwaffe gefunden. Die beiden Bankmitarbeiterinnen erlitten einen Schock, wurden bei dem Raub aber nicht verletzt.

Er sei sich nicht bewusst gewesen, dass die Angestellten in Angst versetzt würden, und er habe in dieser Sekunde auch nicht daran gedacht, welches Leid er mit seiner Tat seiner Frau und seinen Kindern antue, sagte der Angeklagte. Er entschuldigte sich mit Handschlag bei den beiden Frauen, die das Geschehen im Zeugenstand geschildert hatten.

Dei einem Strafrahmen von einem bis zu 15 Jahren Haft für schweren Raub schienen dem Schöffensenat dreieinhalb Jahre angemessen, erläuterte der Richter. Mildernd gewertet wurden das reumütige Geständnis, der bisherige ordentliche Lebenswandel des technischen Verkäufers und die Tatsache, dass die Beute vollständig aufgefunden wurde.

(APA/Red)

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