27. Juni 2012 14:41; Akt.: 27.06.2012 14:41

Bande beging über 250 Delikte: Weitere Personen in Niederösterreich und Wien festgenommen

Zuhälterei ist nur eines der vielen Delikte, die einer Bande in Niederösterreich und Wien angelastet werden Zuhälterei ist nur eines der vielen Delikte, die einer Bande in Niederösterreich und Wien angelastet werden - © AP (Sujet)
Bereits im Mai wurden sieben Personen festgenommen, die zu einer großen Bande gehören dürften, die in Wien und Niederösterreich jahrelang ihr Unwesen trieb. Nun befinden sich insgesamt zehn Verdächtige in Haft. Die Delikte, die der Bande zur Last gelegt werden, reichen vom Diebstahl über Zuhälterei bis hin zum Menschenhandel.

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250 Delikte haben niederösterreichische Kriminalisten in halbjähriger Ermittlungsarbeit einer kriminellen Organisation zugeordnet, die seit sechs Jahren aktiv sein soll – dazu gehören Menschenhandel, groß angelegte Diebstähle, Zuhälterei, Ausbeutung von Bettlern, Betrügereien und Suchtgift. Sieben Festnahmen im Mai folgten nun drei weitere, berichtete die NÖ Sicherheitsdirektion am Mittwoch.

Sieben bisherige Festnahmen

Seit 20. Juni wurden zwei slowakische Staatsbürger im Alter von 22 und 45 Jahren, sowie eine 38-jährige Landsfrau in Wien und in Wiener Neustadt festgenommen. Die Verdächtigen wurden in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert und sind teilgeständig. Bereits am 10. Mai waren sechs Verdächtige und am 21. Mai ein weiteres führendes Mitglied der Bande dingfest gemacht worden.

Bei den Beschuldigten handelt es sich um einen 35-jährigen Österreicher, der als Hauptverdächtiger gilt, weiters um eine 22-jährige Österreicherin sowie um drei Frauen (23, 24 und 44) und zwei Männer (28 und 49) aus der Slowakei.

Bande vermittelte u. a. Prostituierte nach Österreich

Die Gruppe soll einerseits in etwa 30 Fällen Prostituierte aus der Slowakei und Ungarn rekrutiert und an österreichische Bordellbetreiber vermittelt haben. Parallel dazu dürfte sich die Bande in Wiener Neustadt und in Wien auf Ladendiebstähle in Bekleidungs- und Lebensmittelmärkten sowie auf Einbrüche spezialisiert haben.

Sie sind außerdem verdächtig, Ausbeutung betrieben zu haben. So sollen slowakische und ungarische Personen gezielt vor Einkaufsmärkten in den Bezirken Wien-Umgebung und Tulln zur Bettelei angestiftet worden sein. Das dabei erworbene Geld soll von den Mitgliedern der Bande anschließend zur Gänze einbehalten worden sein.



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