Back In The Game – Trailer und Kritik zum Film

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Back In The Game – Trailer und Kritik zum Film
Ein Mann geht seinen Weg. Unbeirrbar und fast immer auf sich allein gestellt. Dies ist die Formel, mit der Clint Eastwood als Schauspieler und Regisseur seit Jahrzehnten Erfolge feiert. Im Spätwestern “Erbarmungslos” (1992) war er ein einsamer Kopfgeldjäger, in “Million Dollar Baby” (2004) ein halsstarriger Boxtrainer, vier Jahre später in “Gran Torino” ein wehrhafter Rentner.

Selbst bei seinem kuriosen Wahlkampfauftritt für die Republikaner vor einigen Monaten stand der mittlerweile 82-Jährige allein auf der Bühne – und sprach mit einem leeren Stuhl. Verglichen damit macht Eastwood in seinem neuen Film eine deutlich bessere Figur. Die hochkarätig besetzte, nicht sehr originelle, aber unterhaltsame und wohltuend altmodische Sportkomödie “Back in the Game” (ab 30.11. in Österreich zu sehen) entpuppt sich als problemloses Heimspiel für den Haudegen.

Sportkomödie “Back in the Game”: Heimspiel für Clint Eastwood

Er spielt den bärbeißigen, verwitweten Baseball-Scout Gus Lobel, der deutlich in die Jahre gekommen ist, aber felsenfest davon überzeugt ist, noch nicht zum alten Eisen zu gehören. Dabei kann er mit seinen schwachen Augen die Flugbahn des Balls kaum noch erkennen. Sein Chef Pete (John Goodman) hegt schon länger stille Zweifel an der Fitness des Scouts, hält aber loyal zu ihm.

Als es darum geht, für die “Atlanta Braves” einen neuen Topspieler zu rekrutieren, nimmt Gus höchst widerwillig die Hilfe seiner erwachsenen Tochter Mickey (Amy Adams, “On the Road – Unterwegs”), einer erfolgreichen Anwältin, an. Zwischen den beiden herrschte lange Funkstille, und es dauert auch eine ganze Weile, bis sie sich endlich zusammenraufen. Mickey setzt ihre Karriere aufs Spiel, aber eigentlich liebt sie Baseball viel mehr als ihre Gerichtsakten.

Regisseur Robert Lorenz, der langjährige Assistent und Produzent von Eastwood, war klug genug, in seinem Spielfilmdebüt nicht nur auf seinen Star zu setzen. Neben der Vater-Tochter-Geschichte, die bisweilen arg sentimental und auch konstruiert wirkt, gibt es in der zweiten Halbzeit zum Glück noch reichlich Platz für eine romantische Komödie.

Sänger und Schauspieler Justin Timberlake (“The Social Network”) bringt mit seiner unbekümmerten Art frischen Wind in das eher statische Familiendrama. Er spielt den Ex-Baseball-Star Johnny Flanagan, der eine zweite Laufbahn als Sport-Kommentator anstrebt und sich Hals über Kopf in Mickey verliebt.

Johnny ist eloquent bis zum Abwinken, charmant, einfach ein netter Bursche, und natürlich kommt er ans Ziel seiner Träume. Da huscht dann ganz am Ende auch ein Lächeln über das zerfurchte Gesicht des alten Baseballrecken Gus. Endlich macht er sich mal locker, trippelt ungewöhnlich leichtfüßig davon und überlässt den jungen Leuten das Feld.

(APA)

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