Baby in OÖ misshandelt – Verfahren musste eingestellt werden

Akt.:
Die Staatsanwaltschaft Linz hat das Verfahren gegen ein Elternpaar eingestellt, das verdächtigt wurde, sein Baby misshandelt zu haben. Der Bub war im Jänner mit Knochenbrüchen sowie Verdacht auf Hirnverletzungen ins Linzer Uniklinikum eingeliefert worden. Ein Täter konnte nicht ermittelt werden, bestätigte Behördensprecher Philip Christl einen Bericht in der “Kronen Zeitung” am Donnerstag.

Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft Linz, trotz nachgewiesener Misshandlung eines Babys das Verfahren einzustellen, ist für OÖ. Kinder- und Jugendanwältin Christine Winkler-Kirchberger “als Außenstehende nur sehr schwer nachvollziehbar”. Umso größer sei die Verantwortung für den Kinderschutz. “Bei der Gefährdungseinschätzung des familiären Umfeldes” müsse “ganz, ganz genau” hingesehen werden.

Außer Zweifel steht in dem Fall, dass der Bub im Jänner, im Alter von drei Wochen, schwer misshandelt wurde. Er wurde wegen mehrerer Knochenbrüche und einer Hirnverletzung in der Linzer Uni Klinik stationär behandelt. Nach der Entlassung kam er ebenso wie sein zweijähriger Bruder auf einen Krisenbetreuungsplatz. Nachdem sich gegen die Verdächtigen, die Eltern sowie eine dritte Person, die Beweise für eine Anklage nicht erhärteten, wurde der Akt jetzt geschlossen.

Der Bub und sein älterer Bruder werden derzeit auf Krisenpflegeplätzen betreut. Ob sie nun wieder zurück zu ihren Eltern kommen, hat die Kinder- und Jugendhilfe des Landes Oberösterreich zu entscheiden. Einen Automatismus gebe es nicht, wird ein Mitarbeiter in dem Zeitungsbericht zitiert.

(APA)

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