Autofahren so teuer wie noch nie – Rekordhoch bei Sprit- und Pkw-Kosten

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Wer sich ein Auto leisten möchte, muss in Österreich einiges dafür locker machen
Wer sich ein Auto leisten möchte, muss in Österreich einiges dafür locker machen - © APA
Ob Pkw-Anschaffung, Wartung oder Spritkosten: Autofahrer müssen in Österreich so tief in die Tasche greifen wie noch nie. Der ÖAMTC gibt erschreckende Zahlen zum Autofahren bekannt und fordert: Mobilität muss leistbar bleiben!

Ob Parkscheine, Hundesteuer, Wohnen oder Wasser – vieles wird derzeit teurer. Auch die österreichischen Autofahrer können leider ein Lied davon singen. “Der Verbraucherpreisindex 2011 zeigt, dass Autofahren im vergangenen Jahr über die Maßen teurer wurde”, kommentiert ÖAMTC-Generalsekretär Oliver Schmerold die am Montag veröffentlichten Zahlen.

Steigende Kosten fürs Autofahren

Der aktuelle Pkw-Index (Jänner bis November 2011) zeigt, dass die Gesamtkosten für einen privaten Pkw (Kraftstoffkosten, Fahrzeugpreise, Versicherung, Mautgebühren, Kosten für Reparaturen etc.) im Vergleich zum Jahr davor (Jänner – November) um 5,9 Prozent gestiegen sind. Das allgemeine Preisniveau stieg im selben Zeitraum um 3,3 Prozent.

Tank-Preise auf einem Rekordhoch

Bei den Spritpreisen führten im Jahr 2011 neben der Erhöhung der Mineralölsteuer im Jänner auch gestiegene Produktkosten zu einer extremen Teuerung. Benzin und Diesel waren im vergangenen Jahr im Durchschnitt nach ÖAMTC-Berechnungen so teuer wie noch nie. Eine Tankfüllung (60 Liter) mit Diesel, die ÖAMTC-Berechnungen zur Folge im Jahr davor durchschnittlich rund 68 Euro kostete, schlug 2011 mit rund 81 Euro zu Buche. Bei Benzin kam eine Tankfüllung 2010 noch auf rund 73 Euro, 2011 bereits auf rund 83 Euro.

Davon gehen allein 3,60 Euro (Diesel) bzw. 2,88 Euro auf die Erhöhung der Mineralölsteuer zurück. “Besonders dramatisch ist diese Entwicklung für Menschen, die auf ihr Auto angewiesen sind”, sagt Schmerold. Der ÖAMTC-Generalsekretär fordert: “Mobilität muss leistbar bleiben.”

Auch Reparaturkosten deutlich höher

Laut Statistik Austria wurden die Preisanstiege in der Ausgabengruppe “Verkehr” (durchschnittlich +4,5 Prozent) im Dezember 2011 überwiegend durch die Kraftstoffpreise verursacht – sie stiegen im Jahresabstand um durchschnittlich 13 Prozent. Wartung und Reparaturen von Pkw kosteten insgesamt um vier Prozent mehr als im Vormonat. Die Ausgabengruppe “Verkehr” trug daher zu rund einem Fünftel zur aktuellen Inflationsrate von 3,2 Prozent bei.

“Dass die Inflationsrate im Dezember niedriger ausgefallen ist als in den Vormonaten, ist auf ‘Basiseffekte’ zurückzuführen: Nachdem die Preise für Mineralölprodukte bereits im Dezember 2010 kräftig gestiegen sind, fielen die Änderungen im Jahresvergleich geringer aus als in den Vormonaten. Für die österreichischen Autofahrer ist es sicherlich kein Trost, nachdem die Durchschnittspreise aktuell wieder über 1,40 Euro liegen”, erklärt der ÖAMTC-Generalsekretär abschließend zu den schmerzlichen Teruerungen fürs Autofahren.

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