Austria Wien verliert Cup-Halbfinale gegen Salzburg mit 2:5

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Der Traum vom Cup-Finale ist nach der 2:5-Niederlage für Austria Wien geplatzt.
Der Traum vom Cup-Finale ist nach der 2:5-Niederlage für Austria Wien geplatzt. - © APA
Am Mittwochabend musste sich Austria Wien im Halbfinale des ÖFB-Cups mit 2:5 geschlagen geben. Damit stehen Red Bull Salzburg und Admira Wacker Mödling im Finale.

Die Salzburger kamen nach einer erschreckend schwachen ersten Hälfte erst nach der Pause auf Touren und sorgten durch Treffer von Kapitän Jonatan Soriano (57.), Andreas Ulmer (60.) und Konrad Laimer (81., 87.) sowie einem Eigentor von Jens Stryger Larsen (72.) noch für klare Verhältnisse. Soriano, der an vier Toren beteiligt war, führt mit sieben Toren die Cup-Schützenliste an. Die Mannschaft von Oscar Garcia behielt damit wie im Cup-Finale 2015 (2:0 nach Verlängerung) gegen die Austria die Oberhand, wie im jüngsten Liga-Duell (4:1) setzte sie sich mit drei Toren Differenz durch.

Austria Wien ging im Cup-Halbfinale in Führung

Lucas Venuto (12.) hatte die in den ersten 45 Minuten starken Wiener früh in Führung gebracht, Alexander Grünwald traf zum zwischenzeitlichen 2:4 (83.). Sie verabsäumten es zum dritten Mal in den jüngsten vier Jahren ins Endspiel einzuziehen und müssen weiter seit 2009 auf Cup-Titel Nummer 28 warten. Einen Europacupplatz kann die Truppe von Coach Thorsten Fink nun nur mehr über die Liga fixieren, da liegt sie als Dritter (47 Punkte) vorerst noch auf Kurs. Sturm Graz (45) und die Admira (44) sind aber gefährlich im Windschatten.

Die gegenüber dem Derby bei Rapid an fünf Positionen veränderten Wiener waren nach dem enttäuschenden Auftritt am Sonntag vorerst wie ausgewechselt. Von Ängstlichkeit wie im Happel-Stadion war nichts zu sehen, die Favoritner waren von Beginn an ambitioniert und zudem auch aggressiv und zweikampfstark. Die Belohnung für den starken Auftritt gab es schon in der zwölften Minute. Ein Berisha-Kopfball-Klärungsversuch nach einem Corner landete vor den Beinen von Venuto, der im Bereich der Strafraumgrenze von Yordy Reyna nicht gut genug attackiert wurde und genau ins Eck traf. Alexander Gorgon hätte nachlegen können, schoss aber drüber (39.).

Die “Bullen” blieben vor den Augen von Clubchef Dietrich Mateschitz vor der Pause vieles schuldig. In der Offensive gab es nur eine gelungene Aktion. ÖFB-Teamgoalie Robert Almer war bei einem Keita-Abschluss vom 16er auf dem Posten (41.). Es folgte eine Kabinenpredigt von Coach Oscar Garcia, die ihre Wirkung anscheinend nicht verfehlte.

Zweite Hälfte gehörte Red Bull Salzburg

Die Gastgeber nahmen sofort das Heft in die Hand, machten deutlich mehr Druck und stellten die Austria-Abwehr vor große Probleme. Soriano verfehlte noch das Tor (48.), war bei seiner zweiten Chance dafür aber gewohnt effektiv. Eine von Martschinko abgefälschte Reyna-Hereingabe musste der Spanier am langen Eck nur mehr über die Linie befördern (57.). Die Austria wirkte in der Folge verunsichert, war in der Defensive extrem anfällig. Ulmer konnte bei einem an der Mittellinie gestarteten Solo durch die Austria-Abwehr laufen und im Strafraum seelenruhig zum 2:1 (60.) abschließen. Das 3:1 (72.) schossen sich die Gäste selbst, Larsen wehrte eine Soriano-Hereingabe unglücklich ins eigene Gehäuse ab.

Damit war die Gegenwehr der Fink-Elf endgültig zu Ende. Valon Berisha (78.) und Naby Keita (79.) ließen weitere Topchancen aus. Tore fielen aber trotzdem noch und wieder hatte Soriano seine Beine im Spiel. Salzburgs Kapitän bediente Laimer mit der Ferse und der ÖFB-Nachwuchs-Teamspieler ließ sich diese Chance nicht entgehen (81.). Auch nach einem schönen Weitschuss-Tor von Grünwald (83.) änderte sich nichts mehr am Spielgeschehen. Salzburg hatte die Partie im Griff und sorgte auch für den Schlusspunkt. Der an der Niederlage schuldlose Almer wehrte einen Soriano-Abschluss ab, Laimer staubte aber zum 5:2 (87.) ab.

Salzburg schaltete damit nach Ried und Sturm Graz den dritten Ligakonkurrenten in Folge aus und ist im Bewerb schon 17 Partien ungeschlagen. Die Austria rutschte mit der vierten Pflichtspiel-Niederlage in Folge noch weiter in die Krise und steht am Samstag in Mattersburg stark unter Druck.

(APA/Red)

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