Austria Wien siegte gegen Admira: Stimmen zum Spiel

v.l. Thomas Ebner (FC Admira Wacker Mödling), Markus Blutsch (FC Admira Wacker Mödling), Olarenwaju Kayode (FK Austria Wien) beim Spiel
v.l. Thomas Ebner (FC Admira Wacker Mödling), Markus Blutsch (FC Admira Wacker Mödling), Olarenwaju Kayode (FK Austria Wien) beim Spiel - © APA
Die Wiener Austria ist nach der siebenten Runde der Fußball-Bundesliga erster Verfolger von Spitzenreiter Rapid Wien. Wir haben die Stimmen zum Spiel für Sie.

Nachdem die Austria am Samstag mit dem 1:0-Auswärtserfolg der Admira die erste Saisonniederlage zugefügt hatte, blieb der Erzrivale aus Hütteldorf mit dem 2:4 im Heimspiel gegen Aufsteiger Mattersburg erstmals in der laufenden Meisterschaft ohne Punkt. Zwei Zähler trennen das Spitzenduo.

Austria-Trainer Thorsten Fink zufrieden

Siegtorschütze für die Austria war zwar einmal mehr Alexander Gorgon, der nach seinem verwandelten Elfmeter (61. Minute) nun schon bei sieben Liga-Treffern hält. Doch der wahre Matchwinner der Favoritner in der Südstadt war Schlussmann Robert Almer. “Robert ist nicht umsonst Teamtormann, er hat uns heute den Sieg festgehalten”, gestand Austria-Trainer Thorsten Fink nach dem Vorstoß auf Platz zwei.

Auch Admira-Chefcoach Ernst Baumeister lobte den Keeper des Gegners in höchsten Tönen. “Wenn Robert Almer die nächsten zwei Spiele auch so hält, sind wir sicher für (die Europameisterschaft in) Frankreich qualifiziert”, meinte der 58-jährige Ex-Austrianer mit Blick auf die bevorstehenden EM-Qualifikationsspiele des ÖFB-Nationalteams am kommenden Samstag in Wien gegen die Republik Moldau und am 8. September in Schweden.

Admira-Coach zum Bundesliga-Spiel

Dass die Admira von der Austria überholt wurde, nahm Baumeister nicht weiter tragisch. “Ich wäre zwar lieber als Zweiter in die Länderspielpause gegangen, aber auch mit Rang drei kann ich leben.” Gleichzeitig sprach er aber auch von einer bitteren Niederlage. “Vor einer Woche gegen Altach wäre sie verdienter gewesen”, erklärte Baumeister rückblickend zum überaus schmeichelhaften 2:1-Erfolg der Niederösterreicher in Vorarlberg.

Gegen die Austria hatte Stephan Zwierschitz kurz vor dem Schlusspfiff noch den Ausgleich auf dem Fuß. “Der Ball ist super gekommen, ich war auch alleine, habe ihn aber schlecht platziert”, sagte der 24-jährige Abwehrspieler zu seiner vergebenen Topchance. “Aber vor allem in der ersten Hälfte hätten wir ein Tor verdient gehabt. Die Austria ist bis zum Elfer eigentlich nicht gefährlich geworden.”

Das Resümee von Austria-Innenverteidiger Richard Windbichler fiel ganz ähnlich aus. “Wir waren überrascht, wie präsent die Admira vor der Pause war. In der Pause haben wir uns vorgenommen, alles zu tun, um ein Tor zu schießen, egal wie. Auch wenn es kein schönes Spiel war, zählen zum Schluss nur die wichtigen drei Punkte”, betonte der 24-Jährige.

Weitere Stimmen zum Spiel

Neben der Austria und Mattersburg hatte auch Grödig nach dem souveränen 4:1-Heimsieg über die SV Ried Grund zum Feiern. Mann des Spiels war Lukas Denner, der gleich drei Tore auflegte. “Heute sind wir nach dem Gegentor nicht nervös geworden, haben einfach weiter gespielt und verdient gewonnen. Ich habe in meiner ganzen Bundesligakarriere erst einen Assist geschafft, diesmal gleich drei, das ist ein wunderschönes Gefühl”, sagte der Flügelspieler nach dem zweiten Saisonsieg der Salzburger.

Ried hielt dagegen vor der abschließenden Sonntagspartie zwischen dem WAC und Schlusslicht Altach als Vorletzter weiter bei nur vier Punkten. “Die Aufbruchsstimmung nach dem glücklichen Sieg gegen Sturm hat es nur bei den Fans gegeben”, sprach Ried-Trainer Paul Gludovatz Klartext. “Im Endeffekt bin ich froh, dass wir nicht noch das eine oder andere Tor kassiert haben. Wenn meine Spieler in der Abwehr solche Fehler begehen, brodelt es in mir.”

Auf den 69-Jährigen, der erst vor zwei Wochen die Nachfolge von Coach Helgi Kolvidsson angetreten hatte, wartet deshalb noch viel Arbeit. “Ich habe die ersten Trainingseinheiten bewusst schärfer und direkter im Ton gehalten , aber der Fortschritt kann nicht von heute auf morgen passieren. Viele haben nicht wahrhaben wollen, dass ich kein Messias bin und dass der Wunderwuzzi nicht wirkt”, stellte Gludovatz unmissverständlich klar. Die zweiwöchige Länderspielpause wird für die Ried-Spieler deshalb besonders trainingsintensiv.

(apa/red)

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