Austria Wien pirscht sich nach Sieg gegen WAC an Spitze heran: Stimmen zum Spiel

Austria jubelt über Sieg gegen Wolfsberg
Austria jubelt über Sieg gegen Wolfsberg - © APA
Neben dem 1:1 im Schlager zwischen Sturm und Rapid haben sich am Samstag Altach und die Wiener Austria wieder näher an den Grazer Leader herangepirscht. “Der Sieg tut gut fürs Selbstbewusstsein”, meinte Austrias Doppeltorschütze Alexander Grünwald. Hier die weiteren Stimmen zum Spiel.

Den Vorarlbergern fehlt nach dem 2:1 über Mattersburg ein Punkt, die Austria hat als Dritter dank eines 4:1 gegen den WAC drei Zähler Rückstand.

Austria-Trainer Fink: “Ein wenig schade”

Die Austria holte den WAC im Wiener Prater auf den Boden der Realität zurück. Viel hatten sich die Wolfsberger nach ihrem Kantersieg gegen die Admira (5:0) ausgerechnet, schon nach einer halben Stunde war die Partie aber entschieden. Austria-Trainer Thorsten Fink erwies sich aber als Perfektionist. Dass die “Null” am Ende nicht stand, fand der Deutsche “ein wenig schade”.

“Aber daran arbeiten wir”, verkündete Fink. Insgesamt war er naturgemäß zufrieden mit dem Gesehenen. “Wir sind nach der Länderspielpause einmal gut aus den Startlöchern gekommen. Wir haben nun ein schwieriges Programm”, erinnerte Fink an die bevorstehenden Spiele. “Wir haben eine sehr wichtige Woche vor uns”, mahnte Grünwald.

Am Donnerstag wartet in der Europa League Astra Giurgiu, am Sonntag ebenfalls auswärts Meister Salzburg. Rumäniens Meister Giurgiu wurde Sonntag im Schlager bei Steaua Bukarest von Finks Assistenten beobachtet. In Bukarest soll der gegen den WAC in der zweiten Spielhälfte geschonte Tarkan Serbest wieder dabei sein, ebenso wie der am Samstag an der Leiste blessierte Larry Kayode.

WAC-Kapitän Sollbauer: “Schon ein wenig bezeichnend”

Dass gegen den WAC beim Stand von 3:0 nach 26 Minuten vielleicht nicht mehr hundert Prozent Einsatz vonnöten waren, kam den Austrianern gelegen. Die niedrige Intensität der Partie deutlich machte auch die Statistik: keine Gelbe Karte gab es zu vermelden. WAC-Kapitän Michael Sollbauer sah dies “schon ein wenig bezeichnend. Das war von uns auch in den Zweikämpfen viel zu wenig.”

Unter den Austrianern konnte man mit dem Begriff “Kräfte sparen” jedoch nicht allzu viel anfangen. Vielleicht in der Phase nach der Pause – als Philipp Prosenik für die Kärntner traf – habe man nachgelassen, meinte Raphael Holzhauser. Wie Fink betonte, ist es ohnehin wichtiger, den Spagat zwischen nationalen und internationalen Aufgaben erfolgreich zu bewältigen. “Wir wollen schließen in beiden Bewerben gewinnen”, sagte der Ex-Bayern-Profi.

In Altach lieferte der Tabellenzweite gegen Nachzügler Mattersburg in der ersten Hälfte eine recht unspektakuläre Partie ab, wurde erst mit Fortdauer zwingend. Vor allem das “goldene Händchen” von Trainer Damir Canadi gab den Ausschlag. Matchwinner war der 20-jährige Joker Nikola Zivotic, der das Spiel mit einem Doppelschlag (78., 84.) zugunsten der Vorarlberger entschied. “Das ist ein unbeschreibliches Gefühl, ich hatte zwei Chancen, habe beide genutzt und wir haben 2:1 gewonnen”, jubelte der im Sommer von Austria Wien verpflichtete Offensivmann bei “Sky Austria”.

Weitere Stimmen zum Spiel Austria gegen WAC

Canadi aber vermied explizites Lob für Zivotic. “Wir sind ein Team und versuchen miteinander zu gewinnen – da gehört auch die Bank dazu”, erklärte der Wiener trocken. Zufrieden war er allemal. “Die Mannschaft hat den Spielplan hundertprozentig umgesetzt. Mitte der zweiten Hälfte habe ich reagiert und mit Lienhart mehr Power nach vorne ins Spiel gebracht”, beschrieb er seine Strategie. Dennoch hatte er auch Kritik übrig. “Was mich aber wirklich ärgert, ist der Elfmeter und die Gelb-Rote Karte in der Nachspielzeit”, meinte er im Hinblick auf das Foul und den Ausschluss von Linksverteidiger Galvao.

Für Mattersburg-Coach Ivica Vastic, der mit seiner Truppe bei vier Punkten hält und nur dank des besseren Torverhältnisses vor Schlusslicht St. Pölten liegt, zeichnet sich indes eine harte Saison ab. “Die Mannschaft ist es gewohnt, mit Druck umzugehen, genauso wie ich. Wir wissen, dass jedes Spiel schwierig wird, aber wir werden wieder aufstehen”, gab sich der Austro-Kroate dennoch locker.

Ähnlich hart dürfte der Kampf um den Klassenerhalt auch für Aufsteiger St. Pölten werden, der das Kellerderby gegen Ried zuhause mit 2:3 verlor. Erst leistete man sich haarsträubende defensive Schnitzer, dann bäumte man sich zu spät auf. “Ich bin von unserer Leistung sehr enttäuscht”, gab Trainer Karl Daxbacher zu Protokoll. “Wir müssen cleverer und nicht so naiv agieren. Wir machen im Moment einfach zu viele Fehler.”

(apa/red)

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