Austria: Vor UEFA-Cup-Gegnern keine Angst

Austria: Vor UEFA-Cup-Gegnern keine Angst
Die Spionagereisen von Österreichs letztem Europacup-Vertreter Austria Magna haben wichtige Aufschlüsse über die Gegner gebracht, aber keine Angstgefühle erzeugt.

Trainer Georg Zellhofer und sein Co Josef Michorl nützten die spielfreie erste Runde und saßen bei Girondins Bordeaux – Galatasaray Istanbul (2:1) bzw. Helsingborg IF – Panionios Athen (1:1) als interessierte Beobachter in den Stadien in Südfrankreich und Schweden.

Gegen Bordeaux rechnet sich Zellhofer Chancen aus
Im Stade Chaban-Delmas sah Zellhofer, begleitet von Generalmanager Thomas Parits, den vom Deutschen Karl-Heinz Feldkamp betreuten türkischen Tabellenführer in der ersten Hälfte dominieren. „Die Gäste waren klar besser, sehr aggressiv und hätten zur Pause mehr als 1:0 führen können“, meinte der Austria-Coach. Die Führung entsprang einem Elfer (21.), den Souleymane Diawara an dem Ex-Monegassen Shabani Nonda verschuldet hatte, durch den Gefoulten. Der Kongolese vergab danach zwei Chancen auf weitere Treffer.

Nach der Pause ließen die Gäste nach und die Hausherren kamen mit der ersten Möglichkeit durch Fernando Cavenaghi (52.) nach Pass von Marouane Chamakh zum Ausgleich. Der marokkanische Vorbereiter besorgte dann elf Minuten später den Endstand für die Truppe von Trainer Laurent Blanc. Dieser hatte zwei Tage vor dem Liga-Heimspiel gegen Valenciennes einige Spieler wie Jurietti, Bellion, Panus, Wenbdel, Ablou Diara geschont, die letzteren Drei eingewechselt.

Was Zellhofer noch auffiel: Das Spiel der Girondins ist nicht nur auf den Ex-Bremer Star Johan Micoud aufgebaut. „Das ist eine echte Multikulti-Truppe, in der auch Riesentalente stehen. Das ist eine interessante Mannschaft, gegen die wir uns am 8. November daheim aber durchaus Chancen ausrechnen dürfen“, befand der violette Feldherr.

Dichter Terminplan
Zellhofer gibt viel mehr der dichte nationale Terminkalender mit drei Spielen innerhalb von sieben Tagen zu denken: „Wir müssen jetzt nach Tirol fliegen, spielen dann gegen Mattersburg und fliegen dann nach Altach. Wir kommen nicht zum Luftholen, diese Auslosung ist für mich völlig unverständlich. Und dann soll man im Europacup Österreichs Farben hochhalten, Punkte für die Wertung holen.“ Ein ganz heißer Tanz wartet auf die Wiener am 19. Dezember im letzten Gruppen-Spiel in Istanbul. „In Bordeaux waren 7.000 türkische Fans sehr laut, da kann man sich ausmalen, wenn 40.000 im Stadion schreien.“ Galatasaray verfüge über sehr gute Einzelspieler und „einige Heißsporne, die alle Mätzchen beherrschen“.

Athletische Skandinavier, organisierte Griechen
Ruhiger ging es im Hohen Norden, im schmucken 15.000-Mann-Stadion in Schweden zu, wo sich Michorl unter den 6.500 Besuchern befand und danach die Chancen gegen die zwei anderen Rivalen mit “50:50“ einschätzt. Henrik Larsson rettete den Hausherren, die von Stuart Baxter trainiert werden, mit seinem späten Ausgleich (83.) einen Punkt, nachdem die Griechen praktisch mit dem Pausenpfiff durch Fanourios Goundoulakis in Führung gegangen waren.

„Larsson ist noch immer gut in Schuss und flink, er zählt mit Razak Omotoyossi und Rene Makondele zu den Schlüsselspielern der Elf, die ein 4-1-4-1-System spielt und auch durch Standard-Situationen gefährlich ist“, beschrieb der Zellhofer-Assistent die Schweden, die den typisch skandinavischen, athletischen Stil mit hohen Bällen und schnellem Überbrücken des Mittelfeldes praktizieren. Den verspielten Griechen attestierte er „eine gute Mannschaft, in die der deutsche Trainer Ewald Lienen Organisation gebracht hat“.

Auffälligste Spieler waren Torhüter Dario Kresic sowie Konstantinos Kapetanos und Marios Nikolaou. Austria muss in der dritten Runde am 29. November in Helsingborg antreten und hat danach am 5. oder 6. Dezember den Vertreter aus dem Land des Europameisters zu Gast. Auf der Tribüne in Helsingborg wurde auch Didi Emich, der Chefscout von Meister Red Bull Salzburg gesichtet. Er nahm den in der Offensiven starken linken Verteidiger der Schweden, Adama Tamboura, unter die Lupe.

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