Austria tritt auf der Stelle: “Machen es Gegner zu einfach”

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Hängende Köpfe bei den Veilchen
Hängende Köpfe bei den Veilchen - © APA
Die Wiener Austria tritt in der Fußball-Bundesliga auf der Stelle. Am Dienstag konnte der Tabellensiebente auch die zweite Chance beim WAC nicht nützen, unterlag 1:2 und haderte einmal mehr mit seiner defensiven Anfälligkeit. Ein Deja-vu auch für Alexander Grünwald: Wieder einmal habe man “unfassbare Tore” kassiert, beklagte der Kapitän der “Veilchen”.

In der Neuauflage des am Samstag wegen heftigem Regen zur Pause abgebrochenen Spiels lagen die Gastgeber wieder mit 2:0 in Führung. Dominik Frieser durfte auch deshalb über seine ersten Oberhaustreffer jubeln, weil die Austria kräftig mithalf. Bei seinem Gewaltschuss fälschte Mohammed Kadiri den Ball unhaltbar ab (43.), kurz darauf ließ man Assistgeber Majeed Ashimeru viel Platz, seine gefühlvolle Heber-Vorlage verwertete schließlich Frieser (45.+2).

“Es ist viel zu einfach, gegen uns Tore zu schießen. Wir machen es dem Gegner zu einfach. Wir müssen in den gefährlichen Zonen attackieren und nicht nur den Gegner begleiten. Der WAC hat verdient gewonnen”, ächzte Austria-Coach Thomas Letsch nach der vierten Niederlage in den jüngsten fünf Partien. Am Tag nachdem der Deutsche als Trainer für die kommende Saison bestätigt worden war, setzte er – ohne Erfolg – auf eine defensive Dreierkette. Auf Sky bemängelte er “fehlende Konsequenz” aber nicht nur in der Defensive. So reichte es trotz mehrerer guter Einschussmöglichkeiten nur zum Anschlusstreffer durch Dominik Prokop (61.).

Man sei “teilweise beim Ballverlust zu offen in der Gegenbewegung gegen den Ball”, urteilte Grünwald. Das Fazit des Mittelfeldmotors: “Die Saison ist es einfach zu wenig, und wir sind auch nicht besser als der Tabellenplatz hergibt.” In den beiden letzten Partien gegen St. Pölten (auswärts) und Salzburg (heim) dürfe man sich demgemäß nicht viel erwarten: “Spielerisch werden wir jetzt keine Leckerbissen mehr abliefern, und es wird auch keine Traumsaison mehr werden.”

Kein Wunder, dass man im Club die kommende Saison herbeisehnt, in der man ins eigene Stadion zurückkehrt. “Der Neustart wird in jedem Fall zu spüren sein”, betonte AG-Vorstand Markus Kraetschmer gegenüber dem hauseigenen Videokanal. “Klar ist, dass wir den Kader umbauen müssen.” Zwar seien potenzielle Kicker wegen des verpassten Europacup-Startplatzes schwieriger nach Favoriten zu locken, es sei aber auch “eine Chance, sich weiter zu stabilisieren”.

(APA)

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