Austria bezwang zum Saisonabschluss Meister Salzburg 4:0

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Versöhnlicher Abschluss für die Veilchen
Versöhnlicher Abschluss für die Veilchen - © APA (Hochmuth)
Zum Abschied der Zehnerliga in der Fußball-Bundesliga hat die Wiener Austria für eine Überraschung gesorgt. Die Violetten, die eine enttäuschende Saison spielten, besiegten am Sonntag im Ausweichstadion in Wr. Neustadt den überlegenen Meister Red Bull Salzburg mit 4:0. Da Mattersburg aber den LASK mit 2:1 bezwang, blieb für die Austria nur Rang sieben.

In Altach trennten sich der SCR Altach und Vizemeister Sturm Graz ebenso 0:0 wie in Wolfsberg der WAC und Rapid. Der Tabellenletzte SKN St. Pölten gewann bei der Admira mit 2:0. Wichtiger ist für die Kühbauer-Elf aber der Montag, wenn feststeht, ob St. Pölten in eine Relegation muss oder ohne Entscheidungsspiele in der künftigen Zwölferliga dabei ist.

Salzburg verpasste zum Liga-Finish am Sonntag einen weiteren Rekord. In der 36. und letzten Runde kassierte Salzburg mit dem 0:4 gegen die Austria die höchste Saisonniederlage. Für die Wiener endete eine völlig verpatzte Saison indes mit einem kleinen Erfolgserlebnis.

16 Pflichtspiele in Liga und Cup war Salzburg gegen die Austria zuvor ungeschlagen geblieben. In einem Duell zweier stark ersatzgeschwächter Mannschaften beendeten die Violetten in ihrem Ausweichquartier Wiener Neustadt nach Toren von Christoph Monschein (29.), Dominik Prokop (37.), Patrizio Stronati (58.) und Dominik Fitz (85.) diese Unserie. Für Trainer Thomas Letsch und sein schwer gebeuteltes Team war es der erste Erfolg seit Anfang April.

Salzburg verpasste den 26. Saisonsieg und damit die Bestmarke der Austria aus der Spielzeit 1985/86. Dem Team von Marco Rose dürfte dies wenig ausmachen. Munas Dabbur blieb zum Abschluss zwar ohne Torerfolg, heimste mit 22 Treffern vor Sturms Deni Alar (20) aber die Torschützenkrone ein.

Der SCR Altach verabschiedete Trainer Klaus Schmidt immerhin mit einem Punktgewinn. Die Vorarlberger holten zum Saisonabschluss der Fußball-Bundesliga gegen Vizemeister Sturm mit einem 0:0 einen Zähler. Für Schmidt war es sein letztes Spiel als Altach-Coach, der neue Trainer wird am Dienstag vorgestellt.

Sturm lief ohne fünf Leistungsträger ein: Torhüter Jörg Siebenhandl und der zum besten Spieler der Saison gewählte Peter Zulj waren bereits beim Nationalteam, Brigth Edomwonyi und Thorsten Röcher waren verletzt und auf den Australier James Jeggo, der zur Austria wechselt, verzichtete Trainer Heiko Vogel freiwillig.

Der SCR weihte zum Saisonschluss die neue Südtribüne hinter dem Tor ein, sonst stand die Partie aber im Zeichen der Abschiede. Patrick Salomon, Bernhard Janeczek, Yusuf Otubanjo und Daniel Nussbaumer wurden offiziell verabschiedet, Schmidt stand zum letzten Mal an der Seitenlinie.

Mit einer Nullnummer verabschiedeten sich Rapid und der WAC von der Bundesliga-Saison 2017/18. Die Wiener, die schon eine Woche zuvor Platz drei fixiert hatten, waren am Sonntag in der abschließenden 36. Runde in Wolfsberg zwar das dominante Team, konnte ihre Chancen aber nicht nützen.

Damit bleibt der WAC, der nach zuletzt drei Siegen in Folge seinen Tabellenplatz neun ebenso bereits fix hatte, quasi ein Auswärts-Angstgegner der Wiener: Von bisher zwölf Duellen in Kärnten konnte Rapid nur eines gewinnen.

Der SV Mattersburg gab in der letzten Runde den sechsten Platz nicht mehr her. Die Burgenländer besiegten den LASK 2:1 und federten damit den Angriff der Austria ab. Die Linzer beendeten die Saison als Vierter und starten damit nächste Saison im Europacup. Im Juli geht es in der Qualifikation zur Europa League los.

Markus Pink (39.) und – mit einem herrlichen Volley – Andreas Gruber (47.) schossen den nicht unverdienten Heimsieg im Pappelstadion heraus. Joao Victor (72.) gelang für den LASK nur noch der Anschlusstreffer. Die Linzer agierten zwar bemüht, zeigten aber immer wieder Unachtsamkeiten in der Defensive.

Der SKN St. Pölten setzte seinen Erfolgslauf fort. Das Schlusslicht setzte sich im Niederösterreich-Duell beim FC Admira dank Toren von Daniel Schütz (32.) und Roope Riski (75.) mit 2:0 durch, holte den dritten Sieg in Folge und tankte noch einmal Selbstvertrauen für eine mögliche Relegation. Ob die stattfindet, entscheidet sich erst am Montag.

(APA)

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