Auschwitz-Prozess-Akten sollen Weltdokumentenerbe werden

Tonband des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses
Tonband des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses - © APA (dpa)
Die UNESCO-Kommission berät in der kommenden Woche (24 bis 27. Oktober) in Paris über Neuaufnahmen in das Weltdokumentenerbe. Dabei geht es auch um die Verfahrensunterlagen und Tonbandmitschnitte des Frankfurter Auschwitz-Prozesses, wie eine Sprecherin der deutschen UNESCO-Kommission am Freitag mitteilte.

Der 1963 bis 1965 verhandelte Prozess gilt den Angaben zufolge als “entscheidend für die kritische und umfassende Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus”.

Deutschland schickt darüber hinaus auch eine zweite Nominierung ins Rennen: In der Universitätsbibliothek Gießen wird ein Papyrusdokument der “Constitutio Antoniniana” aufbewahrt. Es ist das einzige noch erhaltende Exemplar des Dokuments, mit dem der römische Kaiser Marcus Aurelius Severus Antoninus Schätzungen zufolge vermutlich zwischen 212 bis 213 nach Christus sämtlichen freien Bewohnern des Römischen Reichs das Bürgerrecht verlieh. Damit wurde erstmals ein einheitlicher Bürgerstatus für Millionen Menschen unterschiedlicher Kulturen auf drei Kontinenten geschaffen.

(APA/dpa)

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