Ausbau der A4: Asfinag schließt weitere Bau-Etappe vorzeitig ab

Der Ausbau der A4 geht in die Zielgerade
Der Ausbau der A4 geht in die Zielgerade - © APA
Zwei Wochen früher als geplant schließt die Asfinag den Ausbau der A4 (Ostautobahn) zwischen dem Flughafen Wien-Schwechat und Fischamend ab: In Fahrtrichtung Ungarn werden bereits ab Samstag tagsüber drei Fahrstreifen zur Verfügung stehen.

Eine Woche später wird dann die dritte Spur der A4 in beiden Richtungen freigegeben.

Zwei Wochen weniger A4-Baustelle

“Für unsere Kunden bedeutet das rund zwei Wochen weniger Baustelle”, betonte Asfinag-Vorstand Alois Schedl am Donnerstag. Ein Bonussystem diene als Anreiz für die Auftragnehmer, die Bauzeiten so kurz wie möglich zu halten. Laut Schedl beträgt der Bonus im konkreten Fall 400.000 Euro.

Bereits im September ist der dreispurige Bereich bei der Anschlussstelle Flughafen, der eine tägliche Frequenz von 64.000 Kfz aufweist, fertiggestellt worden. Zentrales Anliegen der Asfinag sei, die A4 – eine Pendlerstrecke mit überdurchschnittlich hohem Lkw-Anteil von 17 Prozent – “komfortabler und sicherer” zu machen. Mehr als 50 Prozent der Unfälle auf der Ostautobahn seien Auffahrunfälle – zumeist in Verbindung mit Lkw.

A4-Ausbau: Verbreiterung und Sanierung

Neben der Verbreiterung und Fahrbahnsanierung auf sieben Kilometern Länge wurden die Sicherheitsausrüstung erneuert und die bestehende Verkehrsbeeinflussungsanlage um eine Anzeige erweitert. Daher können nun auch zwischen dem Flughafen und Fischamend verkehrsrelevante Informationen wie beispielsweise Warnungen vor Gefahren auf der Strecke in Echtzeit an die Autofahrer weitergegeben werden.

Da der hohe Lkw-Anteil auf der A4 auch einen entsprechenden Geräuschpegel mit sich bringt, wurden Lärmschutzwände installiert. Weiters wurden in dem Au-Gebiet 40 Hektar Wald wiederaufgeforstet.

Vier-Schritte-Sicherheitspaket auf Schiene

Mit dem Ausbau des Abschnitts sei ein “weiterer Meilenstein” des 2013 beschlossenen Vier-Schritte-Sicherheitspakets umgesetzt worden. An Zielen für die 60 Kilometer lange Ostautobahn bis 2023 nannte die Asfinag “weniger Unfälle, weniger Staus, mehr Fahrkomfort”. Die Gesamtkosten wurden mit 347 Millionen Euro beziffert. Bis 2017 wird die Strecke von Neusiedl (Burgenland) bis zur Staatsgrenze in Nickelsdorf in drei Etappen bis 2017 saniert, der dreispurige Ausbau von Fischamend bis Neusiedl soll 2018 in Angriff genommen werden.

(apa/red)

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