Aus Geldmangel Puppe als Wächter: Argentinische Häftlinge geflüchtet

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Aus Geldmangel Puppe als Wächter: Argentinische Häftlinge geflüchtet
Völlig tatenlos hat ein “Gefängniswärter” in Argentinien bei der Flucht von zwei Häftlingen auf seinem Wachturm zugesehen: Er konnte auch nicht anders, denn es handelte sich nur um eine Puppe mit einer Polizeimütze auf dem Kopf. Den vermeintlichen Wärter hat das unter chronischem Geld- und Personalmangel leidende Gefängnis in der Stadt Neuquen in Patagonien seit Monaten im Dauereinsatz.

Den Häftlingen sollte so vorgegaukelt werden, sie würden streng bewacht, berichtete die Zeitung “Clarin” am Donnerstag. Die Gefängnisleitung habe schon mehrmals auf die prekäre Lage hingewiesen und hoffe jetzt auf eine Extrazuwendung aus der Staatskasse.

Nur zwei der insgesamt 15 Wachtürme der Haftanstalt seien überhaupt mit Wächtern aus Fleisch und Blut besetzt gewesen. Auch das Videoüberwachungssystem aus dem Jahre 1995 sei inzwischen mangels Instandhaltung weitgehend unbrauchbar. Deshalb hätten sich die Wachen einen “Kollegen” nach dem Vorbild einer Vogelscheuche gebastelt.

Den stummen Kameraden tauften sie “Wilson” in Anlehnung an den Film “Verschollen”. In dem Streifen aus dem Jahr 2000 unterhält sich der auf einer einsamen Südseeinsel gestrandete Schauspieler Tom Hanks in seiner Verzweiflung mit einem angeschwemmten Fußball. Ihm hat er ein Gesicht aufgemalt und den Namen “Wilson” gegeben.

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