Aus für Österreich im Rennen um Reiterspiele 2018

500.000 Euro konnten nicht aufgetrieben werden
500.000 Euro konnten nicht aufgetrieben werden
Der österreichische Pferdesportverband ist mit seinem Kandidaten Ebreichsdorf im Rennen um die Ausrichtung der Weltreiterspiele 2018 ausgeschieden. Die alleine für die Bewerbung vom Weltverband (FEI) geforderte Garantiesumme von 500.000 Euro konnte nicht aufgebracht werden. Acht Länder bekundeten ursprünglich ihr Interesse, Bromont in Kanada ist nun der einzige verbliebene Kandidat.


Schauplatz in Österreich wäre der Pferdesportpark Magna Racino von Frank Stronach bei Ebreichsdorf gewesen, den der Besitzer kostenlos zur Verfügung gestellt hätte. Doch die Suche des Verbandes (OEPS) nach Sponsoren für die Bewerbungskosten verlief negativ, oft mit Hinweis auf die “Wirtschaftskrise”. “Die Sicherstellung war innerhalb dieser Frist nicht aufzutreiben. Als wir uns beworben haben, waren die Bedingungen noch nicht so klar, auch nicht in welcher Höhe Mittel nötig sind”, erklärte OEPS-Generalsekretär Franz Kager auf Anfrage der APA.

Der Weltverband hatte wegen der hohen Verluste der WM 2010 in Kentucky (USA) laut Kager viel Geld verloren und nun für 2018 erstmals Garantiebeträge (500.000 für die Bewerbung und 2 bis 3 Mio. für die Durchführung) verlangt. “Der Pferdesport hat bei uns nicht diesen Stellenwert wie etwa in Frankreich, wo der Staat und die Region 60 Millionen für die WM 2014 in der Normandie aufbringen”, sagte Kager. “Im Skisport wäre das leichter zu vermarkten gewesen.”

Damit beschränkt sich der österreichische Verband als umtriebiger Organisator weiterhin auf kleinere Brötchen wie etwa die heurige EM im Voltigieren in Ebreichsdorf. “Das ist überschaubar”, erklärte Kager. “Wir wollen uns auch nicht den Vorwurf machen lassen, unvorsichtig gehandelt zu haben.” Über eine weitere künftige Bewerbung um ein Großereignis wollte sich Kager nicht äußern. “Das kommt auch darauf an, wie sich der Sport in Österreich entwickelt.”

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