Augapfel-Tattoo: Model bangt um Augenlicht

Akt.:
2Kommentare
So sieht Catts Auge zur Zeit aus.
So sieht Catts Auge zur Zeit aus. - © Facebook
Nicht nur die Haut tätowieren, sondern auch die Augen? Experten warnen, dass Tattoo-Fans dabei ihr Augenlicht aufs Spiel setzen könnten. So geschehen der Kanadierin Catt Gallinger: Sie bangt um ihre Sehkraft.

Vor rund elf Jahren erfand US-Tattoo-Künstler Luna Cobra das Augapfel-Tattoo. Dabei wird Tinte in die Sklera – die äußere Umhüllung des Augapfels – gespritzt, um diese dauerhaft einzufärben. Experten warnen immer wieder eindringlich vor dem Trend. Wie gefährlich er sein kann, zeigt nun das Beispiel von Catt Gallinger. Vor knapp vier Wochen ließ sie sich von ihrem damaligen Lebensgefährten ihren Augapfel tätowieren.

Noch während der Behandlung lief ihr lilafarbene Tinte aus dem Auge. Sie dachte sich aber nichts dabei. Ihr Auge begann in Folge stark anzuschwellen, aber ihr Ex-Freund, beruhigte sie: Es handle sich um eine normale Begleiterscheinung. Die Schmerzen wurden aber immer schlimmer und unerträglicher. Catt suchte einen Arzt auf. “Es hat wehgetan. Es hat gebrannt. Als es am schlimmsten war, fühlte es sich wie Migräne und ein Faustschlag ins Gesicht zur selben Zeit an”, sagte sie im Gespräch mit dem Magazin Time. Der Mediziner machte ihr den Ernst der Lage bewusst, wie “kurier.at” berichtet. Umgehend wurde damit begonnen, sie mit steroid-haltigen und antibiotischen Augentropfen zu behandeln. Doch der Erfolg blieb aus. Die Sehkraft auf ihrem linken Auge ist seit der Injektion stark reduziert. Dass sie jemals wieder normal sehen wird können, ist unwahrscheinlich.

“Ich teile das nicht mit euch, weil ich Probleme machen will, ich teile es, weil ich euch warnen will, damit ihr euch informiert, bei wem ihr euch der Prozedur unterzieht und wie sie korrekter Weise ablaufen sollte”, schrieb Catt auf Facebook. Dort warnt sie nun vor der Prozedur. Um andere vor Augapfel-Injektionen zu warnen, teilte sie auch Bilder ihres Auges. Ihren Tätowierer und Ex-Freund will Catt indes klagen: Er habe falsche Angaben über seine Qualifikation gemacht.

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


2Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel