Aufruhr in Wiener Ballszene: Logenpreise am Philharmonikerball teurer

Aufruhr in Wiener Ballszene: Logenpreise am Philharmonikerball teurer
Ärger um bis zu viermal so teuren Logenpreisen zum kommenden Philharmonikerball.

Aufruhr in der Wiener Ballszene: Die Preise der Logen hätten sich für den kommenden Philharmonikerball (am 21. Jänner 2010) um das drei- bis vierfache erhöht. “Ja, die Logen sind teurer geworden”, bestätigte Ballorganisatorin Michaela Brenneis der APA. Allerdings nur auf den ersten Blick. Denn, “früher musste man ein Ballsponsor sein, um einen Logenplatz zu erhalten”, heuer wurde das geändert. Der Sponsorenpreis (10.000 Euro exkl. Steuern) wurde in den Logenpreis eingerechnet, “daher die Erhöhung”. Auch die Eintrittskarten wurden um zehn Euro teurer.

Seit sechs Jahren hat man die Preise für den Ball in den Prunksälen des Wiener Musikvereins nicht mehr angerührt, “andere Bälle machen das jährlich”, so die Organisatorin. Der eigentliche Grund sei aber eine Anpassung an die Inflation und die enorme Nachfrage nach Tickets. “Wir konnten die Balance zwischen Angebot und Nachfrage nicht mehr halten.”

Eine Aufregung unter Ballgästen habe man deswegen im Ballbüro aber noch nicht vernommen. In den Logen sitzen laut Michaela Brenneis größtenteils Stammkunden. Diese wurden schriftlich darüber informiert und hätten Verständnis dafür. Für Sponsoren seien die Logen 2010 sogar billiger geworden.

Ein Beispiel: Eine Parterreloge (für zehn Personen) hat bisher 5.500 Euro gekostet, dazu kamen 10.000 Euro Sponsorenpreis und Steuern. Das ergab eine Summe von etwa 17.000 Euro. Für den Ball 2010 gibt es für diese Logen einen Fixpreis von 14.500 Euro. Die kleinere Loge für acht Gäste kostet künftig 12.500 Euro, Balkon- und Stehparterrelogen für acht Personen kommen auf jeweils 5.000 Euro.

Mit dieser Vereinheitlichung ist man in der Preisgestaltung transparenter geworden, erklärte Michaela Brenneis. Und, man müsse für den Logenerwerb kein Sponsor mehr sein.

Wer sich für einen Abend neben der österreichischen Künstlerprominenz, Politikern und heimischen Adabeis amüsieren möchte, muss also tief in die Tasche greifen. Die Kartenpreise wurden um zehn Euro angehoben, eine Damen- und Herrenkarte kostet nun 130 Euro, für Studenten beträgt diese 45 Euro.

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