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Aufregung um Festrede von Kärntner Literat Josef Winkler

Winkler reizt FPÖ bis aufs Blut
Winkler reizt FPÖ bis aufs Blut ©APA (Archiv/dpa)
Eine Festrede des Kärntner Literaten Josef Winkler sorgt für Aufregung.

Beim Festakt zum 500-Jahr-Jubiläum der Schenkung Klagenfurts an die Landstände wiederholte er seine Forderung aus dem Jahr 2009, die Urne des ehemaligen freiheitlichen Landeshauptmannes Jörg Haider in eine Gefängniszelle zu verlegen. Vertreter der FPÖ Kärnten sprachen von “Hasstiraden”.

Winkler hatte in seiner Rede unter anderem die Errichtung des Wörtherseestadions und die Verfehlungen um die Hypo gegeißelt. Besonders aufs Korn nahm er Vertreter der FPÖ, bis er schließlich bei Haider landete. Er sei für eine Verlegung der Urne, “denn es könnte ja sein, dass er wie ein Phönix aus seiner Asche steigt und wieder sein Unwesen treibt und als blaues Wunder verkauft, denn schon zu Lebzeiten hat er öfter gesagt: Ich bin weg! Ich bin wieder da! Ich bin wieder weg! Und gleich wieder da! Einbalsamieren! Ausbalsamieren! Einbalsamieren! Ausbalsamieren!”

Freiheitliche zeigen sich “entsetzt”

Der 3. Landtagspräsident, der freiheitliche Josef Lobnig, verließ an dieser Stelle den Saal, Parteikollegen zeigten sich nach der Veranstaltung “entsetzt”: “Es ist pietätlos, auf übelste Weise einen verstorbenen Landeshauptmann zu attackieren, zu beschimpfen und durch den Dreck zu ziehen.” Durch den Auftritt Winklers sei die 500-Jahr-Feier “massiv beschädigt und das Image von Klagenfurt auf jeden Fall ramponiert” worden.

Kritik kam auch von Team Kärnten-Landesparteiobmann Gerhard Köfer: Eine kritische Auseinandersetzung mit dem verstorbenen Landeshauptmann Jörg Haider müsse jedenfalls möglich sein, “doch der Kärntner Schriftsteller Josef Winkler hat heute den Bogen des Erträglichen einmal mehr weit überspannt und jede Grenze von Anstand und gutem Geschmack maßlos überschritten.”

(APA)

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