“Aufgeregt”: Wiener Staatsballett fiebert der Opernball-Nacht entgegen

Akt.:
Jedes Jahr ein Highlight: Die Darbietung des Staatsballetts.
Jedes Jahr ein Highlight: Die Darbietung des Staatsballetts. - © APA
Der Auftritt des Wiener Staatsballetts zählt zu den Höhepunkten der Eröffnung des Opernballes. Am 23. Februar wird das Ballett mit den Ersten Solotänzern Nina Polakova, Maria Yakovleva, Denys Cherevychko, Davide Dato und Roman Lazik an der Spitze einer von Lukas Gaudernak kreierten Choreographie zu sehen sein.

“Natürlich ist man aufgeregt”, sagte Yakouleva.

Eine Opernball-Choreografie hat zwei Vorgaben. “Zum einen muss sie klassisch sein”, sagte Direktor Dominique Meyer bei einer Probe am Montag. Zweitens muss die Nachwuchsakademie gleichwertig in den Auftritt eingebunden sein. “Wenn die Eleven tanzen, möchte ich beweisen, dass diese Schule die Zukunft der Compagnie bedeutet”, unterstrich der Direktor.

“Künstlerleben” als Ballett-Thema

Für 2017 wählte Gaudernak den Walzer “Künstlerleben” von Johann Strauss (Sohn). “Die Idee war, dass die Ballettschule, dass alle Tänzergenerationen, die wir haben, dabei mitmachen”, sagte der Choreograf. Der Auftritt beim Opernball ist nicht nur wegen des enormen Publikumsinteresse besonders, auch die Bühne ist eigen. “Die Herausforderung ist, dass der Ballsaal sehr, sehr lange ist. Er ist 32 Meter lang und nur acht Meter breit. Deshalb müssen wir sehr lange Wege laufen”, erklärte Gaudernak.

Eine zweite Besonderheit: Es gibt keine zentrale Bühne, die Tänzer treten vielmehr mitten im Ballsaal auf. “Prinzipiell richte ich aber schon nach vorne aus. Ich schaue aber, dass jeder etwas davon hat”, sagte Gaudernak.

Tänzer und Tänzerinnen live vor der Kamera

Auch die Tänzer haben großen Respekt vor ihrem Auftritt am Donnerstag. Die Darbietung ist zwar nicht lange, dafür ist das Publikum von rund 1,2 Millionen Personen vor den Fernsehern umso größer. “Wenn einem ein kleiner Fehler passiert, dann darf man das nicht mit dem Gesicht zeigen, da überall Kameras sind. Die Zuschauer dürfen das nicht merken, also einfach weiterlächeln”, sagte Yakouleva. Dennoch darf man sich keine Nervösität erlauben. “Man ist aufgeregt, aber nervös darf man nicht sein, sonst passiert was.”

Die Kostüme für die Tänzerinnen und Tänzer des Wiener Staatsballetts sowie der Ballettakademie der Wiener Staatsoper sind heuer erstmals eine Kreation “aus einem Guss” von Christof Cremer. Sie sind “eine Symbiose aus einem klassisch romantischen Ballettkostüm in Silberweiß und einer Hommage an die Architektur des Schwindfoyers bzw. das Dekor der Architektur der Wiener Staatsoper”.

(APA)

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen