Auf Sommerfrische: Lipizzaner-Fohlen urlauben wieder im Wiener Burggarten

Auch diesen Sommer gibt es wieder einen "Pferde-Kindergarten" im Wiener Burggarten.
Auch diesen Sommer gibt es wieder einen "Pferde-Kindergarten" im Wiener Burggarten. - © APA
Auch dieses Jahr dürfen die Lipizzaner-Fohlen der Spanischen Hofreitschule im Wiener Burggarten auf Sommerfrische gehen. In einem 600 Quadratmeter großen Areal dürfen sie “Rasenmäher” spielen und sind dabei auch ein Highlight für Wien-Touristen.

Unbeaufsichtigt ist der braune Nachwuchs dabei nicht: Sowohl Pfleger als auch Mutterstuten haben ein strenges Auge auf die Ausflügler, die jeweils von Dienstag bis Samstag im Burggarten sind. “Unsere Pferde genießen das sehr”, betonte Hofreitschul-Geschäftsführerin Elisabeth Gürtler am Montag. “Ich hätte ein schlechtes Gewissen, wenn ich ihnen das vorenthalten würde.”

Um den Nachwuchs nicht hungrig nach Hause gehen zu lassen, wurde in den vergangenen Tagen auch nicht gemäht, wie Bundesgärten-Direktorin Brigitte Mang erklärte.

Lipizzaner-Fohlen im Burggarten

Ganz wetterfest sind die Kleinen allerdings noch nicht: Hat es über 30 Grad oder regnet es stark, müssen sie zuhause bleiben. “Sonst verkühlen sie sich und das brauchen wir nicht”, erklärte ein Pfleger. Auch auf Piber geht es nur in der Früh und am frühen Abend ins Freie – die heißen Mittagsstunden muss der Nachwuchs im Schatten verbringen.

Die ersten Schritte der beiden im April geborenen Fohlen, die heute schon einmal vorfühlen durften, wurden traditionsgemäß auch von Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) begleitet. Das klappte so gut, dass er die Patenschaft für das dunkelbraune Fohlen Pluto Alea übernahm.

Piber meets Vienna: Fohlen-Kindergarten in Wien

Die Sommerfrische ist Teil des Programms “Piber meets Vienna”: Während die Hengste ihren Sommerurlaub am Heldenberg absolvieren, kommt der Nachwuchs nach Wien. Er ist nicht nur im Burggarten, sondern auch in der Hofreitschule zu bestaunen, wo die Junghengste ihr Können – u.a. vor der Kutsche – zeigen. Im Gegensatz zum grünen Auslauf muss man dafür allerdings zahlen.

Der Minister lobte “die großartige Idee”, das Bundesgestüt Piber nach Wien zu bringen und verlieh erneut der Hoffnung Ausdruck, die Lipizzaner bald nicht nur als nationales, sondern auch als Weltkulturerbe bezeichnen zu dürfen. Konkret geht es um einen Antrag, die Spanische Hofreitschule zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe zu machen. Die Unterlagen seien bereits eingereicht, meinte Gürtler.

“Allerdings handelt es sich wohl auch um ein gewisses Politikum. Wir müssten aber eigentlich alle Chancen haben, damit durchzukommen.” Rupprechter sagte jedenfalls seine Unterstützung zu. Und auch für die finanzielle Situation der Hofreitschule dürfte es ganz gut aussehen: Man habe eine Zukunftslösung ab 2016 gefunden – Details wollte Hofreitschulchefin Gürtler jedoch noch nicht verraten.

(APA/Red)

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