Auf dem Weg zur Smart City

Energie und Klimaschutz sind der zentrale Bestandteil einer Smart City
Energie und Klimaschutz sind der zentrale Bestandteil einer Smart City - © APA/HELMUT FOHRINGER
„Smart City“ heißt das weltweit angestrebte Ziel klimafreundlicher Städte. Mit kluger Planung und energieschonenden Techniken soll die Stadt der Zukunft energiesparend und lebenswert sein.

Viele unterschiedliche Instrumente führen zu diesem Ziel. Ein großer Schritt dorthin heißt Passivhaus. Ein Passivhaus braucht nicht mehr Energie, als es selbst erzeugt. Seit heuer steht das größte Passivhaus der Welt in Wien: Die Zentrale der Wiener Netze mit dem Namen Smart Campus.Die Stadt Wien will eine „smart City“ werden. Das bedeutet: höchste Lebensqualität, optimale Versorgung und Infrastruktur sowie eine ressourceneffiziente Klimapolitik für alle Menschen in der Stadt. Das bedeutet: Aktivitäten und Projekte, die einen maßgeblichen Beitrag zur Reduktion von CO2, Emissionen und Ressourcenverbrauch leisten, werden forciert. Der Vorteil ist einerseits, dass die Menschen in Wien direkt die Vorteile des Lebens in einer Smart City spüren. Zum Zweiten gewinnen innovative Unternehmen in Wien Know-how und Fertigkeiten, um ihre Smart City-Entwicklungen international zu verkaufen.

Energie und Klimaschutz stehen im Zentrum

Energie und Klimaschutz sind der zentrale Bestandteil einer Smart City. Diese beiden Hauptthemen finden sich in der Art wieder, wie wir Gebäude bauen und wie wir diese betreiben, wie Infrastruktur optimal Versorgungssicherheit gewährleistet und dabei effizient ist sowie wie wir uns in Stadtvierteln fortbewegen, die noch lebenswerter als bisher werden.

Ein gutes Beispiel, sich die Smart City vorzustellen, ist der Smart Campus, die neue Zentrale der Wiener Netze. Der Smart Campus ist der neue Arbeitsplatz für 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach für den Strom, das Grundwasser wird über Solarthermie erwärmt. Ein ausgeklügeltes Heizsystem mit Grundwassernutzung regelt die Temperatur in den Büros. Das Ziel: Der nach Passivhaus-Standards errichtete Smart Campus deckt den Großteil seines Energieverbrauch selbst.

Klimaverträglichkeit bereits beim Bau

Schon beim Bau ist auf Klimaverträglichkeit großer Wert gelegt worden. Rund 235.000 Tonnen Aushubmaterial sind angefallen: Dieses Material wurde zu einem Drittel mit der Bahn abtransportiert – das entspricht einer CO2-Einsparung von 55 Tonnen.

Die Nutzung von E-Autos, Erdgasautos und E-Bikes wird durch Ladestationen am Campus ermöglicht.

Text: Gerd Millmann

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen