Auch nach OÖ-Wahl: Hundstorfer überzeugt von Platz 1 der SPÖ in Wien

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Hundstorfer im Rahmen einer Sitzung des Ministerrates am Dienstag.
Hundstorfer im Rahmen einer Sitzung des Ministerrates am Dienstag. - © APA
Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) ist überzeugt davon, dass die Wiener SPÖ bei der kommenden Landtagswahl den ersten Platz nicht verlieren kann. “Ich gehe davon aus, dass das nicht der Fall ist”, so Hundstorfer. Infrastrukturminister Alois Stöger (SPÖ) möchte indessen “zum jetzigen Zeitpunkt” keine Personaldebatte in der Landespartei führen.

Seinem Landsmann, dem oberösterreichischen Landesparteichef Reinhold Entholzer, sagte Stöger neuerlich seine Unterstützung zumindest bis zum Parteitag im Jänner zu. Ob er auch dessen angekündigte Wiederkandidatur unterstützen würde, ließ Stöger aber offen: “Ich habe klar gesagt, dass Reinhold Entholzer die Unterstützung hat. Er ist gewählt, und ob er kandidiert am Parteitag, ist seine Frage.” Man dürfe die Partei nicht auf den Vorsitzenden reduzieren und müsse grundsätzlich nachdenken, was schief gegangen sei.

Hundstorfer und Stöger (SPÖ) nach der OÖ-Wahl

Stöger selbst will jedenfalls in Wien bleiben. “Ich bin Minister in Wien, das will ich bleiben und daher stellt sich diese Frage nicht”, wies Stöger Fragen nach seiner möglichen Kandidatur zum Landesparteichef erneut zurück. “Zum jetzigen Zeitpunkt” sei er ohnehin gegen eine Personaldebatte auf Landesebene, betonte Stöger. Denn zuerst gelte es, die Bürgermeister-Stichwahl am 11. Oktober abzuwarten, dann die Regierungsverhandlungen zu führen und erst danach den Parteitag vorzubereiten.

Stöger hofft trotz des “verheerenden” Ergebnisses der SPÖ bei der Landtagswahl am Sonntag auf eine rote Regierungsbeteiligung: “Wenn man Menschen schützen will, braucht es mehr Sozialdemokratie in Europa, in Österreich und in Oberösterreich.”

Sozialminister Hundstorfer kündigte für die Zeit nach dem 11. Oktober eine ausführliche Wahlanalyse durch die sozialdemokratischen Gewerkschafter an. “Dass man fünf Minuten nach der Wahl glaubt, alles zu wissen, ist mir zu wenig”, so der frühere Gewerkschafts-Chef. Das Ergebnis der oberösterreichischen SPÖ passe jedenfalls nicht zu anderen Urnengängen wie den AK-Wahlen. Das Flüchtlingsthema sei natürlich ein “gravierendes Thema” gewesen, aber es habe auch andere Themen gegeben.

(apa/red)

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