Atomverhandlungen zwischen USA und Iran in Montreux beendet

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US-Außenminister Kerry will noch wichtige Fragen geklärt haben
US-Außenminister Kerry will noch wichtige Fragen geklärt haben
Die Außenminister der USA und des Iran haben am Mittwoch in Montreux ihre Verhandlungen zum iranischen Atomprogramm nach drei Tagen beendet. Wichtige Fragen müssten noch geklärt werden, sagte ein US-Vertreter. Es gebe noch schwierige Herausforderungen zu regeln, bevor man zu einem Abkommen gelangen könne, erklärte der hohe amerikanische Verantwortliche.


US-Außenminister John Kerry und sein iranischer Amtskollege Mohammad Javad Zarif waren den dritten Tag in Folge zu Atomgesprächen zusammengekommen. Am Donnerstag sollte die sogenannte 5+1-Gruppe, die fünf ständigen Mitglieder des UNO-Sicherheitsrats und Deutschland, gemeinsam mit der EU und dem Iran die Beratungen wieder übernehmen.

Am Samstag will Kerry in Paris mit seinen Amtskollegen aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland – Philip Hammond, Laurent Fabius und Frank-Walter Steinmeier – über das iranische Atomprogramm beraten.

Die nächsten bilateralen Gespräche der Amerikaner mit den Iranern sollen am 15. März stattfinden, “wahrscheinlich in Genf”, wie der US-Vertreter sagte. Bis Ende März lägen noch “harte Herausforderungen” vor den Beteiligten, betonte er.

Das Ziel ist es, bis Ende des Monats eine erste Einigung und bis Juli ein umfassendes Abkommen in dem zwölfjährigen Atomstreit zu erreichen.

Angestrebt wird ein dauerhaftes Abkommen, das dem Iran die friedliche Nutzung der Atomtechnologie erlaubt, zugleich aber die Möglichkeit nimmt, kurzfristig Atomwaffen zu entwickeln. Im Gegenzug sollen die in dem Streit verhängten internationalen Sanktionen gegen Teheran aufgehoben werden, die im Iran eine schwere Wirtschaftskrise ausgelöst haben.

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier schließt eine nochmalige Verlängerung der Verhandlungen über das umstrittene iranische Atomprogramm aus. “Es wird keine weitere Verlängerung geben”, sagte Steinmeier am Mittwoch im Bundestag. “Was in den nächsten dreidreiviertel Monaten nicht gelingt, wird danach nicht mehr gelingen.”

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