24. Oktober 2012 10:37; Akt.: 24.10.2012 11:58

Atomkraft-Verzicht macht Österreicher stolz

Keine Atomkraftwerke im Land, die österreichischen Paralympics-Teilnehmer und die niedrigste Arbeitslosenquote in Europa lassen die Brust der Österreicher schwellen.

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88 Prozent der Befragten in einer aktuellen Studie des Linzer market-Instituts meinen, das Fehlen von AKW habe dazu beigetragen, dass sie stolz auf Österreich sein können. Die niedrigste Arbeitslosenquote Europas ist für knapp drei Viertel der Einwohner ein Aushängeschild. Dass man den höchsten Anteil an Bio-Bauern in der EU hat, halten 71 Prozent der Österreicher für rühmenswert. Ein wenig mehr als die Hälfte meint, dass das auch für die wenigsten Streikstunden in der EU gilt. Für die Studie wurden 1.000 Personen, repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren, online befragt.

Unterschiede beim Sport

Sehr unterschiedlich fallen die Umfrage-Ergebnisse bei sportlichen Ereignissen aus. Die Beteiligung der österreichischen Sportler an den Paralympics in London 2012 macht 79 Prozent stolz auf das Land, diesen Wert schaffen die Teilnehmer an den Olympischen Spielen mit nur 38 Prozent bei weitem nicht. Über 60 Prozent brüsten sich gerne mit dem Stratos-Projekt von Felix Baumgartner oder dem Ski-Gesamtweltcupsieg von Marcel Hirscher. Das 4:0 der Fußball-Nationalmannschaft gegen Kasachstan ist nur für knapp 40 Prozent ein Grund, die Nase höher zu tragen, die Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz 2008 gar nur für gut ein Viertel.

Schwarzenegger polarisiert

Ambivalent beurteilen die Österreicher Arnold Schwarzenegger als Gouverneur in Kalifornien (der er seit Jänner 2011 nicht mehr ist, Anm.). Für 27 Prozent war Arnies Polit-Karriere ein Grund, stolz zu sein, für ebenso viele Österreicher aber ganz und gar nicht. 46 Prozent waren davon nur mäßig begeistert. Dieses Gefühl rief auch die federführende Beteiligung Österreichs an der Finanztransaktionssteuer bei mehr als der Hälfte hervor. Ein Drittel meint, darauf stolz sein zu können, zwölf Prozent lehnen das vehement ab.

 



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